Pressestimme: 'Hessische/Niedersächsische Allgemeine' zu Koalition/Merz


KASSEL (dpa-AFX) - "Hessische/Niedersächsische Allgemeine" zu Koalition/Merz:

"Keinen Satz haben Koalitionäre in diesem einen Jahr Kanzlerschaft häufiger gesagt als "Wir müssen ins Machen kommen". Das Gegenteil hat sich im kollektiven Bewusstsein verfestigt. Merz als Chef dieses Regierungsbündnisses gilt nur noch als Ankündiger. Er spielt allenfalls die Rolle eines selbstbestimmten Anführers, aber im Grunde ist er ein fremdbestimmter Gefangener einer Koalition des Stillstands geblieben, die wegen widerstreitender Interessen, zäher Kompromisssuche und Profilierungszwangs selbst das Notwendigste aufgeschoben hat. Im Bewusstsein, der Wählerschaft nicht noch mehr aufbürden zu können, hat die Suche nach dem kleinsten gemeinsamen Nenner in dieser Koalition bisher jeden großen Wurf verhindert. Wenn die Mutlosigkeit anhält, ist die Kanzlerschaft des Friedrich Merz in drei Jahren vorbei. Spätestens. Daran ändert dann auch eine Zuckerabgabe nichts mehr."/DP/jha

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