Putin beklagt bei Parteikongress Druck des Westens


MOSKAU (dpa-AFX) - Trotz aktueller Rückschläge an den Fronten und erheblicher wirtschaftlicher Probleme gibt sich Russlands Präsident Wladimir Putin kämpferisch. "Dem Westen gelingt es nicht, Russland auf dem Schlachtfeld zu besiegen, deshalb versucht er, die politische Lage zu destabilisieren, doch auch das gelingt ihm nicht", sagte der Kremlchef beim Kongress der Regierungspartei "Edinaja Rossija" (Geeintes Russland) in Moskau. Die Parteiführung war zusammengekommen, um die Linien für die Parlamentswahlen im September festzulegen.

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Russland sehe sich aktuell einem "beispiellosen Druck" seitens westlicher Eliten ausgesetzt, erklärte Putin. Er warf dem Westen vor, die Angriffe Kiews gegen Russland zu ignorieren. "Und gleichzeitig verhängt er gerade gegen uns immer neue - ich betone: unrechtmäßige - Sanktionen", sagte er und wies seinem Land, das seit über vier Jahren einen brutalen Angriffskrieg gegen die Ukraine führt, damit eine Opferrolle zu.

"Ja, wir sehen Probleme"

"Ja, wir sehen Probleme", sagte Putin weiter. "Wir sind uns dessen bewusst, reagieren darauf, werden aber auf jeden Fall sowohl die Sicherheit des Landes als auch die unserer Bürger sowie die Unverletzlichkeit unserer Grenzen auf lange Sicht gewährleisten."

Trotz anderslautender Berichte von den Fronten behauptete Putin, die ukrainischen Truppen zögen sich "in alle Richtungen zurück". Kiew greife zudem zu "terroristischen Methoden" und werde gleichzeitig vom Westen "als Rammbock im Kampf gegen Russland" unterstützt./cha/DP/he

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