PwC-Auswertung: Deutsche Banken verdienen wenig


Werte in diesem Artikel
Aktien

42.15 EUR 0.95 EUR 2.31 %

32.03 EUR 0.72 EUR 2.32 %

MÜNCHEN (dpa-AFX) - Banker betreiben in Deutschland ein mühsames Geschäft: Im internationalen Vergleich machen deutsche Privatkundenbanken nur sehr bescheidene Gewinne. Sowohl in Österreich als auch insbesondere in der Schweiz arbeiten Banken weit profitabler. Das hat eine Analyse des europäischen Bankensektors ergeben, die die Unternehmensberatung Strategy& am Mittwoch in München veröffentlichte.

Werbung

Pro Kunde erzielte die Durchschnitts-Privatkundenbank in Deutschland im vergangenen Jahr lediglich 180 Euro Gewinn. Das waren 8 Euro mehr als 2020, aber nur Platz zehn von zwölf verglichenen Ländern und Weltregionen. Nur Banken in Großbritannien und den USA taten sich noch schwerer.

Schweizer Geldhäuser hingegen lagen - vom Wechselkurs begünstigt - mit 528 Euro Gewinn pro Kunde auf Platz eins, die österreichischen Banken mit 234 Euro immerhin noch im Mittelfeld auf Platz 6. Die zur Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC gehörende Beratung analysierte die Ergebnisse von rund 50 Privatkundenbanken und Bankengruppen in Europa, Nordamerika und Australien mit insgesamt 690 Millionen Kunden.

Insgesamt war 2021 laut Studie für die internationale Bankenbranche ein erfreuliches Jahr, die Umsätze stiegen im Schnitt um vier Prozent. 70 Prozent haben demnach ihre Betriebsergebnisse gesteigert. Die Kundschaft trug viel Geld auf die Banken: Die Einlagen wuchsen um sieben Prozent. Fast ebenso kräftig legte das Kreditgeschäft mit einem Plus von sechs Prozent zu. Beide Trends waren in Deutschland auch in den Vorjahren schon zu beobachten.

Werbung

Bei der seit Jahren andauernden Welle der Filialschließungen in Europa ist laut Studie das Ende noch nicht erreicht. Die Unternehmensberater gehen davon aus, dass die Zahl der Bankfilialen europaweit um acht Prozent zurückging - in der 2020 veröffentlichten Vorgängerstudie prophezeiten Studienautor Andreas Pratz und seine Kollegen, dass die Zahl der Geschäftsstellen von knapp 60 000 im Jahr 2020 bis 2023 auf nur noch 36 000 schrumpfen könnte.

Eine Hauptursache ist demnach, dass die Kunden immer seltener den Weg in eine Bankfiliale hinein finden. Im Schnitt führen die Angestellten im Vertrieb demnach pro Arbeitstag nur noch zwei bis drei Kundengespräche für Beratung oder Verkauf.

/cho/DP/stk

Aktuelle Deutsche Bank Aktie News

Werbung

Deutsche Bank Analysen

Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für Deutsche Bank nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen

Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"
Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"
Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"
Datum Rating Analyst
08.09.26 Deutsche Bank Overweight JP Morgan Chase & Co.
07.09.26 Deutsche Bank Buy Warburg Research
02.09.26 Deutsche Bank Buy Goldman Sachs Group Inc.
07.08.26 Deutsche Bank Neutral Goldman Sachs Group Inc.
05.08.26 Deutsche Bank Buy Warburg Research

Information


Die Handels- und Depotfunktionen in diesem Broker Cockpit werden für Finanzinstrumente von der Finanzen.net Zero GmbH als vertraglich gebundener Vermittler der DonauCapital Wertpapier GmbH (§ 3 Abs. 2 WpIG) bereitgestellt; bei Kryptowerten werden die Handels- und Depotfunktionen in diesem Broker Cockpit ausschließlich von der DonauCapital Wertpapier GmbH bereitgestellt. Die Finanzen.net GmbH stellt ausschließlich den technischen Rahmen bereit und ist in die Wertpapier- und Kryptodienstleistung nicht einbezogen.