Quartalszahlen

SLB-Aktie im Fokus: Umsatz wächst trotz Nahostkrise, Dividende bestätigt


SLB-Aktie im Fokus: Umsatz wächst trotz Nahostkrise, Dividende bestätigt

Trotz anhaltender Nahostkrise überrascht SLB mit starken Zahlen zum zweiten Quartal. Der Ölfeldausrüster übertrifft die Erwartungen und setzt damit ein positives Signal für die Branche.

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  • SLB steigert Umsatz im zweiten Quartal 2026
  • Nahostkonflikt bremst das Nahostgeschäft, internationales Wachstum gleicht aus
  • Vorstand bestätigt Quartalsdividende
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Der Ölfeld-Dienstleister SLB (ehemals Schlumberger) hat am 24. Juli 2026 seine Zahlen zum zweiten Quartal vorgelegt und dabei den Umsatz auf 8,97 Milliarden US-Dollar gesteigert, ein Plus von 3 Prozent gegenüber dem Vorquartal und 5 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Die SLB-Aktie notiert an der NYSE zeitweise 9,59 Prozent höher bei 51,75 US-Dollar.

Gewinn legt zu, bleibt aber unter Vorjahresniveau

Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn je Aktie kletterte auf 0,55 US-Dollar, 6 Prozent mehr als im ersten Quartal, aber 26 Prozent weniger als vor einem Jahr. Der Nettogewinn nach US-GAAP stieg im Quartalsvergleich um 5 Prozent auf 786 Millionen US-Dollar, verglichen mit dem Vorjahreszeitraum ein Rückgang von 22 Prozent. Das bereinigte EBITDA erreichte 1,90 Milliarden US-Dollar, sequenziell ein Plus von 7 Prozent, im Jahresvergleich ein Minus von 7 Prozent. Der Konzern erwirtschaftete einen operativen Cashflow von 1,36 Milliarden US-Dollar und einen freien Cashflow von 716 Millionen US-Dollar.

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Nahost-Krise belastet, internationales Geschäft fängt auf

Die anhaltenden Störungen im Nahen Osten drückten die Erlöse der Region im Quartalsvergleich um 13 Prozent, während sich das übrige internationale Geschäft robust zeigte: Lateinamerika wuchs um 12 Prozent, Europa und Afrika um 6 Prozent, jeweils gegenüber dem Vorquartal. Nordamerika legte um 4 Prozent zu und profitierte von einer Erholung im US-Schiefergeschäft sowie von wachsenden Erlösen aus dem Rechenzentrumsgeschäft. Konzernchef Olivier Le Peuch verwies darauf, dass das breit angelegte internationale Wachstum die Nahost-Ausfälle mehr als ausglich, mahnte zugleich aber, der Zeitpunkt einer vollständigen Erholung in der Region bleibe abhängig von einer dauerhaften Lösung des Konflikts.

Dividende bestätigt, Aktienrückkäufe laufen weiter

Der Vorstand billigte am 23. Juli 2026 eine Quartalsdividende von 0,295 US-Dollar je Aktie, zahlbar am 8. Oktober 2026 an die am 2. September 2026 registrierten Anteilseigner. Im abgelaufenen Quartal kaufte SLB zudem 12 Millionen eigene Aktien für rund 648 Millionen US-Dollar zurück. Zusätzlich schloss der Konzern die Übernahme von Tachyus Corp. ab, einem auf Lagerstättenmodellierung spezialisierten Technologieunternehmen.

Anleger dürften nun vor allem darauf achten, wie sich die Lage im Nahen Osten in den kommenden Monaten entwickelt und ob das Wachstum im Rechenzentrumsgeschäft das Tempo aus dem zweiten Quartal beibehalten kann.

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Thomas Zoller, Benedict Kurschat, Redaktion finanzen.net

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Bildquellen: Istockphoto, Zorandim / Shutterstock.com

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