ROUNDUP 2: Chinas Staatschef Xi sichert Nordkorea Unterstützung zu


(Aktualisierung.)

PEKING/PJÖNGJANG (dpa-AFX) - Chinas Staatschef Xi Jinping hat Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un bei seinem Staatsbesuch Unterstützung zugesichert. "Egal, wie sich die internationale Lage verändert", werde China an der traditionellen Freundschaft festhalten und Kim bei der Führung des sozialistischen Kurses Nordkoreas unterstützen, sagte Xi nach Angaben der staatlichen chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua bei den Gesprächen in Pjöngjang.

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Zudem stellte der 72-Jährige eine engere Zusammenarbeit in Bereichen wie Wirtschaft, Handel und Wissenschaft in Aussicht. Kim bezeichnete die Beziehungen beider Länder laut Xinhua als "unzerbrechlich".

Herzlicher Empfang am Flughafen

Auf von Xinhua verbreiteten Aufnahmen war zuvor zu sehen, wie das Flugzeug des chinesischen Staatschefs in Pjöngjang ankam. Kim und dessen Frau Ri Sol Ju empfingen Xi und seine Frau Peng Liyuan, wie Xinhua weiter berichtete. Nachdem der chinesische Präsident die Treppe vom Flugzeug hinuntergegangen sei, habe Kim ihm herzlich die Hand geschüttelt, gefolgt von einer großen Willkommenszeremonie auf dem Kim-Il-sung-Platz, der Tausende Personen beiwohnten - darunter auch Dutzende Kinder, die den Staatschefs zujubelten. Begleitet von einer Motorradeskorte fuhr der chinesische Autokonvoi zudem durch den Triumphbogen der Hauptstadt.

Es ist der erste Besuch des chinesischen Staatschefs im Nachbarland seit rund sieben Jahren. Kurz vor seinem Besuch sprach Xi in einem Beitrag für die nordkoreanische Parteizeitung "Rodong Sinmun" von "neuen Entwicklungschancen" für die zwei Nachbarländer. Zugleich wendet sich der chinesische Parteichef gegen "Hegemonismus und Machtpolitik" - Formulierungen, mit denen Peking häufig auf die USA zielt, ohne sie in diesem Zusammenhang ausdrücklich zu nennen.

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Nordkorea erteilt nuklearer Abrüstung eine Absage

Am Vortag des Staatsbesuchs hatte Nordkorea erneut diplomatischen Bemühungen für eine nukleare Abrüstung Nordkoreas eine klare Absage erteilt. So bezeichnete Kim Yo Jong, die politisch einflussreiche Schwester von Machthaber Kim Jong Un, Nordkoreas Status als Nuklearwaffenstaat als "unumkehrbare Realität - unabhängig davon, ob andere ihn anerkennen oder nicht".

Zuletzt hatte Nordkorea seine Beziehungen zu Russland deutlich ausgebaut. Seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine lieferte Pjöngjang nicht nur große Mengen an Munition und Artilleriegeschossen nach Moskau, sondern entsandte zudem bis zu 15.000 Soldaten zur Unterstützung der russischen Streitkräfte.

China gilt als wichtigster Verbündeter Nordkoreas

China dürfte nun daran interessiert sein, den traditionellen Verbündeten Nordkorea wieder stärker an sich zu binden. Auch aus nordkoreanischer Sicht würde eine Annäherung Sinn ergeben: Pjöngjang hat bereits zu Zeiten des Kalten Kriegs stets die Beziehungen zu seinen beiden wichtigsten Partnern, China und Russland, geschickt für wirtschaftliche und politische Vorteile nutzen können.

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China gilt als wichtigster politischer und wirtschaftlicher Partner Nordkoreas. Zudem ist die Volksrepublik Nordkoreas einziger formeller Bündnispartner auf Grundlage eines gegenseitigen Beistandsvertrags. Die beiden Staaten kämpften Seite an Seite während des Koreakriegs (1950-53)./jpt/DP/stk

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