ROUNDUP/Aktien Frankfurt Eröffnung: Anleger atmen durch nach drei starken Wochen
FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Anleger am deutschen Aktienmarkt haben am letzten Tag einer weiteren starken Börsenwoche erst einmal Luft geholt. Der Dax (DAX 30) gab im frühen Handel am Freitag um 0,07 Prozent auf 12 863,51 Punkte nach. Tags zuvor noch war der Leitindex auf 12 914 Punkte und damit auf das höchste Niveau seit Juni vergangenen Jahres vorgestoßen, bevor die Gewinne abbröckelten. In seiner dritten Gewinnwoche in Folge gewann er bis dato rund 1,9 Prozent. Seit Anfang Oktober, als die jüngste deutliche Aufwärtsbewegung begann, sind es in der Spitze 8,7 Prozent gewesen.
Der MDAX für mittelgroße Werte sank am Freitagmorgen um 0,35 Prozent auf 26 207,64 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 (EURO STOXX 50) verlor 0,15 Prozent.
"Viele schauen bereits auf die nächste runde Marke von 13 000 Punkten im Dax", sagte Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners. "Kurzfristig dürfte sie jedoch schwer zu erreichen sein. Aus technischer Sicht ist der Index bereits überkauft und eine Korrektur überfällig."
Im Dax zogen die Aktien des Index-Neulings MTU (MTU Aero Engines) mit Quartalszahlen und bekräftigten Jahreszielen Aufmerksamkeit auf sich. Die Anteile des Triebwerksbauers gaben als zweitschwächster Wert um 1,1 Prozent nach. Allerdings waren sie erst Anfang September auf ein Rekordhoch geklettert.
Schlusslicht waren die Vorzüge von Henkel (Henkel vz) mit minus 2,5 Prozent. Vorstandschef Hans Van Bylen gibt die Führung nach rund 35 Jahren im Unternehmen ab und verlässt den Konsumgüterkonzern. Sein Nachfolger wird der bisherige Finanzvorstand Carsten Knobel.
Infineon (Infineon) indes legten einen weiteren Tag an der Dax-Spitze zu, diesmal um 1,5 Prozent. Der Chiphersteller profitierte von einer angehobenen Jahresprognose des US-Branchenkollegen Intel.
Im MDax standen Telekomaktien im Rampenlicht. Während die Papiere von Telefonica Deutschland die Spitze einnahmen mit plus 3,5 Prozent, brachen die von United Internet um fast 20 Prozent und die der Tochter 1&1 Drillisch um 15 Prozent ein. Wegen eines für 1&1 Drillisch nachteiligen Schiedsspruches rechnet United Internet im laufenden Jahr für sich und die Tochter mit einem geringeren operativen Ergebnis (Ebitda). Hintergrund ist ein Streit mit Telefonica Deutschland über rückwirkende Preissenkungen für den Zugang von 1&1 zu deren Netz.
Die Papiere des Maschinenbauers GEA profitierten indes von ein besseren Auftragslage samt eines angehobenen Jahresumsatzziels. Sie legten um 2,5 Prozent zu.
In den Blick rückte zudem, dass sich Rocket Internet (Rocket Internet SE) am Kabelnetzbetreiber Tele Columbus beteiligt hat und seinen Stimmrechtsanteil innerhalb der nächsten zwölf Monate weiter erhöhen will. Während die Papiere von Rocket 1,0 Prozent einbüßten, schossen die von Tele Columbus außerhalb der Dax-Familie um knapp 10 Prozent hoch./ck/mis
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