ROUNDUP/Aktien Frankfurt Eröffnung: Dax sackt nach US-Angriff im Irak ab


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FRANKFURT (dpa-AFX) - Die deutliche Verschärfung der Spannungen zwischen den USA und dem Iran hat den Dax (DAX 30) am Freitag belastet. Der deutsche Leitindex büßte 1,20 Prozent auf 13 225,78 Punkte ein, nachdem er tags zuvor noch ein neues Hoch seit Anfang 2018 nur haarscharf verpasst hatte. Nun notieren alle Dax-Aktien im Minus, die Papiere der Lufthansa brachen sogar um knapp 7,5 Prozent ein.

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Der MDAX der mittelgroßen Werte fiel um 0,72 Prozent auf 28 402,18 Punkte. In Europa verlor der EuroStoxx 50 (EURO STOXX 50) knapp 0,9 Prozent.

Der Kommandeur der iranischen Al-Kuds-Brigaden, Ghassem Soleimani, war bei einem US-Raketenangriff nahe dem Flughafen der irakischen Hauptstadt Bagdad ums Leben gekommen. Der Schlag erfolgte nach Aussagen des Pentagons auf Anweisung von Präsident Donald Trump, um weitere Angriffe auf US-Kräfte zu verhindern - als "Akt der Verteidigung". Der Iran drohte den USA "schwere Rache" an.

Der US-Ölpreis hatte zwischenzeitlich den höchsten Stand seit Mai 2019 erreicht. Damit wurde sogar der Höchststand vom vergangenen September übertroffen, der nach einem schweren Angriff auf saudi-arabische Ölanlagen markiert worden war.

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Laut der Strategin Helima Croft vom Analysehaus RBC könnte in diesem Jahr der Konflikt zwischen dem Iran und den USA auf irakischem Boden ausgetragen werden. Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners schrieb: "Die Eskalationsspirale ist in vollem Gang". Die entscheidende Frage sei jetzt, wie weit beide Seiten zu gehen bereits sind. "Dieser Konflikt hat das Potential, politisch und wirtschaftlich extreme Turbulenzen auszulösen", fuhr der Experte fort. Der drastische Anstieg des Ölpreises sei möglicherweise erst ein klitzekleiner Vorgeschmack auf das, was da noch kommen kann.

"Der erste Schock sitzt tief", ergänzte Marktstratege Andreas Lipkow von der Comdirect Bank. Nun müsse sich zeigen, ob die Situation weiter eskaliert oder in den kommenden Handelstage wieder beruhigt.

Zunächst aber wurden europaweit Aktien von Fluggesellschaften erst einmal gemieden; sie leiden oftmals stark unter steigenden Treibstoffpreisen. Am Dax-Ende rutschen die Aktien der Lufthansa auf das tiefste Niveau seit Ende Oktober ab.

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Im Sog dessen verloren die Anteilsscheine von Fraport mehr als 2,5 Prozent. Sie gerieten auch nach einem Medienbericht über düstere Zeiten für Deutschlands Flughäfen unter Druck. Diese müssen sich nach Einschätzung ihres Verbandes auf weniger Passagiere einstellen. "Der Luftverkehr am Standort Deutschland wird im Jahr 2020 den Wachstumspfad der letzten Jahre nicht halten können", sagte Ralph Beisel, Hauptgeschäftsführer des Airport-Verbands ADV, der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".

Die ebenfalls im MDax gelisteten Papiere von GRENKE fielen um rund 2 Prozent. Der IT-Vermieter und Finanzdienstleister habe beim Anstieg des Neugeschäfts nur das untere Ende der für das abgelaufene Jahr angepeilten Spanne erreicht, schrieb ein Analyst. Nach der jüngsten Kursrally seien die Aktien zudem nun recht hoch bewertet./la/fba

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