ROUNDUP/Aktien New York: Dow nach Erholung schon wieder unter Druck
NEW YORK (dpa-AFX) - Nach einem Tag der Erholung ist es am Mittwoch an der Wall Street mit den Aktienkursen schon wieder abwärts gegangen. Damit setzten sich die hohen Schwankungen der vergangenen Tage fort. Das Coronavirus verunsichert nach wie vor. Der Dow Jones Industrial (Dow Jones 30 Industrial) verlor im frühen Handel 3,5 Prozent auf 24 144,59 Zähler. Am Vortag hatte sich der Dow um fast fünf Prozent erholt.
Beobachter beklagen, dass es von der US-Regierung bislang wenig Neues zum Vorgehen gegen das Virus und seine Auswirkungen auf das Wirtschaftsgeschehen in den USA gebe. "Das Fehlen von Details drückt auf die Stimmung", schrieb Analyst Mark Chandler von der Bank RBC. Investoren setzten daher wieder auf Sicherheit, beispielsweise in Form von US-Staatspapieren. Diese legten zur Wochenmitte wieder zu.
Der marktbreite S&P 500 verlor drei Prozent auf 2794,78 Punkte. Für den technologielastigen NASDAQ 100 ging es um 2,4 Prozent auf 8170,46 Zähler nach unten.
Wie groß gegenwärtig die Verunsicherung am Markt ist, zeigt ein Blick auf den Volatilitäts-Index Vix. Der auch als "Angstbarometer" bekannte Index stieg am Mittwoch zwischenzeitlich auf über 60 Punkte. So hoch war die Nervosität an der Wall Street letztmals Ende 2008 auf dem Höhepunkt der großen Finanzkrise.
Ob weitere geldpolitische Lockerungen der Notenbanken als Antwort auf die Coronavirus-Epidemie taugen, wird am Markt angezweifelt. Die Bank of England hatte am Morgen den Leitzins gesenkt. Mit einem ähnlichen Schritt rechnet RBC-Analyst Chandler auch seitens der Europäische Zentralbank (EZB) auf ihrer Sitzung am Donnerstag. Die amerikanische Fed hatte bereits in der vergangenen Woche den Leitzins reduziert - dem Aktienmarkt damit aber keine Stabilität verliehen.
Die Investmentbank Goldman Sachs ist für die US-Aktien in den kommenden Monaten pessimistisch. Den marktbreiten S&P 500 sehen die Experten bis Mitte des Jahres bei 2450 Punkten. Gemessen am Schlusskurs vom Vortag sind das 15 Prozent weniger.
Unter Druck standen erneut die Kurse großer US-Fluggesellschaften wie American Airlines, United Airlines und Delta Air Lines, die zwischen 5,5 und 7 Prozent einbüßten. Im Sog des erneut schwachen Ölpreises büßte der US-Energiesektor mehr als vier Prozent ein. Aktien von Schlumberger, Halliburton, ConocoPhillips und Occidental Petroleum rutschten um bis zu elf Prozent ab.
Pepsico (PepsiCo) gaben um 1,7 Prozent nach und hielten sich damit besser als der Gesamtmarkt. Der Getränkehersteller kauft für 3,85 Milliarden Dollar das Unternehmen Rockstar, das für seine Energy-Drinks bekannt ist./bek/fba
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