ROUNDUP/Aktien New York: Dow steuert auf höchsten Wochenverlust des Jahres zu


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NEW YORK (dpa-AFX) - Die jüngste Zuspitzung im amerikanisch-chinesischen Handelsstreit hat die Wall Street am Freitag weiter belastet. Der ansonsten viel beachtete, monatliche US-Arbeitsmarkt geriet angesichts dessen sowie der vorangegangenen Enttäuschung über die amerikanische Geldpolitik fast zur Nebensache. Auch andere Wirtschaftsdaten hatten kaum Einfluss auf die Aktienkurse.

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Der Dow Jones Industrial (Dow Jones 30 Industrial) weitete seine Anfangsverluste aus und sank zuletzt um 1,18 Prozent auf 26 270,42 Punkte. Angesichts der schon deutlichen Kursabschläge der beiden vergangenen Tage steuert der US-Leitindex damit auf ein Wochenminus von fast dreieinhalb Prozent zu - es wäre das höchste in diesem Jahr.

Für die anderen US-Indizes ging es am Freitag ebenfalls weiter bergab: Der marktbreite S&P 500 fiel um 1,30 Prozent auf 2915,27 Punkte und der technologielastige Auswahlindex NASDAQ 100 büßte 1,93 Prozent auf 7650,19 Zähler ein.

Der US-Aktienmarkt hatte am Donnerstag die Vortagsenttäuschung über die US-Geldpolitik gerade verdaut, als Präsident Donald Trump ihm mit Strafzöllen auf weitere chinesische Waren den nächsten Nackenschlag verpasste. Diese sehen ab September zusätzliche Zölle von zehn Prozent auf Waren im Wert von 300 Milliarden US-Dollar vor - und könnten auf 25 Prozent oder "deutlich darüber hinaus" erhöht werden, so Trumps Drohung. China machte daraufhin deutlich, dass es mit Gegenmaßnahmen reagieren werde, wenn die Amerikaner ernst machten.

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Auch der Europäischen Union (EU) könnte neues Ungemach aus Washington drohen: Trump will sich um 19.45 Uhr MESZ zu den Handelsbeziehungen mit der EU äußern. Es blieb allerdings zunächst unklar, zu welchem Thema genau. In Brüssel wurde gemutmaßt, dass sich Trump zu EU-Plänen äußern könnte, die amerikanischen Rindfleischproduzenten zu besseren Marktchancen in Europa verhelfen sollen. Das Einlenken der EU bei dem Thema gilt als ein Grund, warum sich der US-Präsident im vergangenen Sommer bereit erklärte, den Handelskonflikt mit der EU vorerst ruhen zu lassen und auch zusagte, vorerst keine weiteren Sonderzölle auf Autos oder andere Waren aus der EU einzuführen.

Auf Unternehmensseite zogen vor allem Ölkonzerne mit ihren Geschäftszahlen das Interesse auf sich. Die Aktien von Chevron setzten trotz des kräftigen Gewinnsprungs im zweiten Quartal mit einem Minus von 1,8 Prozent ihre jüngste Talfahrt fort. Ähnlich sah es bei ExxonMobil aus, wobei der Kursabschlag mit 1,3 Prozent geringer ausfiel. Der Chevron-Konkurrent hatte zwar einen deutlich gesunkenen Quartalsgewinn verzeichnet, übertraf damit aber ebenso wie mit dem Umsatz die Analystenerwartungen.

Die Anteilseigner des Mobilfunkkonzerns Sprint (Sprint Nextel) mussten gar einen Kursrückschlag von knapp fünf Prozent verkraften. Vor der geplanten Übernahme durch die Deutsche-Telekom-Tochter (Deutsche Telekom) T-Mobile US hatte das Unternehmen erneut einen Quartalsverlust verzeichnet. Zudem schloss sich mit Texas ein weiteres Schwergewicht der Allianz von US-Bundesstaaten an, die gegen den über 26 Milliarden Dollar schweren Zusammenschluss klagen. Die Aktien von T-Mobile US sanken um 1,7 Prozent.

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Unter den Nebenwerten stachen die Papiere von Pinterest mit einem Kurssprung von gut 22 Prozent positiv heraus. Analysten zogen aus dem ersten Quartalsbericht der Online-Fotoplattform nach dem Börsengang und dem angehobenen Jahresausblick ein sehr positives Fazit./gl/he

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