ROUNDUP/Aktien New York: Großes Krisenpaket der Fed stützt Kurse nicht
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NEW YORK (dpa-AFX) - Ein umfangreiches Notpaket der US-Notenbank Fed zur Linderung der Corona-Krise ist am Montag an den US-Börsen zunächst verpufft. Der Leitindex Dow Jones Industrial (Dow Jones 30 Industrial) verlor im frühen Handel 1,15 Prozent auf 18 953,55 Punkte. Er weitete die Verluste der sehr schwachen Vorwoche aus und fiel auf den tiefsten Stand seit November 2016.
Nach Zinssenkungen und einem großen Anleihekaufprogramm kündigte die Fed nun an, unbegrenzt Staatsanleihen und bestimmte mit Hypotheken besicherte Wertpapiere zu kaufen. Zudem legt sie mehrere Kreditprogramme auf, mit denen vor allem die Unternehmen und Haushalte gestützt werden sollen.
"Die Fed geht aufs Ganze", sagte Analyst Michael Hewson vom Broker CMC Markets. Mit den Maßnahmen springe die Notenbank aber nicht nur der Wall Street bei, sondern versuche auch den US-Bürgern unmittelbar zu helfen. Auch scheine sich die Fed dazu entschlossen zu haben, angesichts des stark steigenden Dollar-Kurses nun auf radikale Maßnahmen zu setzen.
Der marktbreite S&P 500 fiel dennoch um 1,15 Prozent auf 2278,48 Punkte. Der technologielastige NASDAQ 100 drehte dagegen nach anfänglichen Verlusten ins Plus und stieg zuletzt um 0,5 Prozent auf 7029,26 Punkte.
In dem erneut schwachen Aktienmarkt hielten sich die Papiere von Boeing nach den jüngsten Kursverlusten gut mit einem Plus von 6 Prozent. Die Investmentbank Goldman Sachs hat die Anteilsscheine zum Kauf empfohlen. Die Furcht vor den wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie sei nun substantiell in den Kurs eingearbeitet, schrieb Analyst Noah Poponak. Wenn die Krise erst einmal überwunden sei, würden Flugreisen wieder so populär wie zuvor.
Derweil zwingt die Coronavirus-Krise den angeschlagenen Luftfahrtriesen Boeing zu weiteren Einschnitten. Vorstandschef Dave Calhoun und Verwaltungsratsvorsitzender Larry Kellner erhalten bis zum Jahresende keine Bezahlung mehr. Zudem setzt der Flugzeugbauer seine Dividendenzahlung bis auf Weiteres aus und lässt sein bereits seit April 2019 ruhendes Aktienrückkaufprogramm noch länger pausieren.
Der Mischkonzern 3M will die Produktion von Atemschutzmasken vom Typ N95 innerhalb eines Jahres auf zwei Milliarden Stück verdoppeln. In den USA werden die Masken, mit denen sich Angestellte im Gesundheitswesen vor einer Ansteckung schützen, angesichts der stark zunehmenden Zahl der Covid-19-Erkrankungen vielerorts knapp. Der Kurs von 3M hielt sich mit einem leichten Minus vergleichsweise stabil./bek/jha/
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