ROUNDUP: Merz sieht in Kampfjet-Aus mit Frankreich eine Chance


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BERLIN (dpa-AFX) - Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) sieht im Scheitern des deutsch-französischen Kampfjet-Projekts auch eine Chance für die deutsche Rüstungsindustrie. "Damit lösen wir zwar eine langjährige Blockade auf, wir eröffnen der Industrie aber auch neue Möglichkeiten, beim Bau moderner Kampfflugzeuge auf anderem Wege voranzukommen", sagte der CDU-Vorsitzende bei der Eröffnung der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung Berlin (ILA).

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Er betonte, dass ein Teil des von Deutschland und Frankreich geplanten Future Combat Air Systems (FCAS) weitergeführt werde: die sogenannte "Combat Cloud", über die unterschiedlichste Waffensysteme vernetzt werden sollen. Darin liege eine große Chance für ein "zentrales deutsch-französisches verteidigungspolitisches Zukunftsprojekt", betonte der Kanzler. Mit der Umsetzung würden sich die Verteidigungsminister bis zum nächsten deutsch-französischen Regierungstreffen Mitte Juli befassen.

Am Dienstag hatten Merz und Macron nach langen Querelen das Ende des milliardenschweren Kampfjet-Projekts verkündet, dass das größte Rüstungsprojekt Europas geworden wäre. Die Unternehmen Dassault (Dassault Aviation SA) und Airbus (Airbus SE) konnten sich in den Verhandlungen aber nicht auf eine gemeinsame Linie verständigen.

Airbus hofft auf "Leuchtturmprojekt"

Der Chef von Airbus Defense und Space, Michael Schöllhorn, richtete an Merz die Erwartung, dass die Industrie nun einen "klaren Auftrag" für das weitere Vorgehen sowohl beim geschrumpften FCAS-Projekt als auch für die Entwicklung eines neuen Kampfflugzeugs erhält. Beide Projekte zusammen hätten das Potenzial, "das technologische und wirtschaftliche Leuchtturmprojekt für die deutsche und europäische Industrie zu werden".

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Kein "deutscher Alleingang" geplant

Er betonte, dass die Nato-Luftwaffen weiterhin bemannte Kampfjets benötigten, die dann mit unbemannten Drohnen vernetzt werden könnten. Die deutsche Industrie wolle weiterhin ein Kampfflugzeug "für und mit Europa" entwickeln. "Wir plädieren nicht für einen deutschen Alleingang, wir denken europäisch", sagte Schöllhorn. Die deutsche Industrie müsse aber "wesentlich und in verantwortungsvoller Rolle beteiligt werden".

Als wahrscheinlichste Möglichkeit gilt, dass Airbus und das an FCAS beteiligte spanische Unternehmen Indra (Indra Sistemas) nun eine Zusammenarbeit mit dem schwedischen Hersteller Saab (Saab AB) anstreben./mfi/nif/DP/men

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09.09.26 Airbus SE Outperform RBC Capital Markets
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08.09.26 Airbus SE Hold Jefferies & Company Inc.
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07.08.26 Airbus SE Outperform RBC Capital Markets

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