ROUNDUP/Nach Rekordgewinn: Hannover Rück kämpft mit weiterem Preisverfall


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HANNOVER (dpa-AFX) - Der weltweit drittgrößte Rückversicherer Hannover Rück hat trotz der verheerenden Waldbrände in Kalifornien 2025 einen weiteren Rekordgewinn eingefahren. Der Überschuss stieg um 13 Prozent auf 2,64 Milliarden Euro, wie der Dax-Konzern (DAX) auf Basis vorläufiger Zahlen am Donnerstag in Hannover mitteilte. Allerdings musste der Rückversicherer im Schaden- und Unfallgeschäft zum 1. Januar einen weiteren Preisrückgang hinnehmen. Bei den weiteren Vertragserneuerungen im Laufe des Jahres erwartet das Management eine Fortsetzung dieses Trends.

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An der Börse kamen die Neuigkeiten schlecht an: Die Hannover-Rück-Aktie verlor am Vormittag zuletzt 1,3 Prozent auf 244,60 Euro und gehörte zu den schwächeren Titeln im Dax. Seit dem Jahreswechsel hat das Papier nun rund acht Prozent verloren, nachdem sein Kurs im vergangenen Mai mit 292,60 Euro den höchsten Stand seiner Geschichte erreicht hatte.

Dabei hatten Analysten längst mit einem weiteren Preisverfall in der Rückversicherung gerechnet. So hatte die Branche die Preise im Geschäft mit Erstversicherern wie Allianz und Generali (Assicurazioni Generali) über mehrere Jahre hinweg kräftig nach oben geschraubt. Schon Anfang 2025 gab es eine Trendwende; nun mussten die Rückversicherer weitere Abschläge hinnehmen.

So berichtete die Ratingagentur Moody's vor wenigen Tagen, dass Rückversicherungsschutz gerade in der Sachversicherung und den meisten Spezialversicherungen deutlich billiger geworden sei. Als Ursache nannten die Experten die zuletzt hohen Gewinne der Rückversicherer und die verstärkte Ausgabe von Katastrophenanleihen. Dadurch sei das verfügbare Rückversicherungskapital auf ein Rekordniveau gestiegen und habe den Wettbewerb verschärft.

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Die Hannover Rück meldete für den 1. Januar einen risikobereinigten Preisrückgang von durchschnittlich 3,2 Prozent. In allen Weltregionen gaben die Preise nach, wie Vorstandsmitglied Sven Althoff in einer Telefonkonferenz berichtete. Deckungen gegen Naturkatastrophen seien risikobereinigt sogar um 10 bis 20 Prozent billiger geworden.

Dennoch weitete die Hannover Rück ihr Geschäft zum Jahreswechsel um 3,3 Prozent auf 10,5 Milliarden Euro aus. So sei auch Rückversicherungsschutz gegen Schäden durch Naturkatastrophen weiterhin größtenteils angemessen bepreist, erklärte Althoff.

Im vergangenen Jahr schlugen bei der Hannover Rück besonders die verheerenden Waldbrände in Los Angeles teuer zu Buche. Nach früheren Angaben kosteten die Zerstörungen den Konzern 615 Millionen Euro. Die gesamte Versicherungsbranche musste Studien zufolge mit rund 40 Milliarden US-Dollar (33,9 Mrd Euro) für die Schäden geradestehen.

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Allerdings blieben teure Hurrikan-Schäden im weiteren Jahresverlauf aus, und auch sonst lief das Geschäft der Hannover Rück gut. Deshalb hob der seit vergangenem April amtierende Vorstandschef Clemens Jungsthöfel sein Gewinnziel im November von rund 2,4 Milliarden auf rund 2,6 Milliarden Euro an. Diese Marke konnte der Rückversicherer nun leicht überschreiten.

So stieg der Rückversicherungsumsatz nach vorläufigen Zahlen von 26,4 auf 26,8 Milliarden Euro. Sowohl das Schaden- und Unfallgeschäft als auch die Personen-Rückversicherung konnten ihre operativen Gewinne steigern. Dank der guten Entwicklung stockte die Hannover Rück ihre Schadenreserven auf und baute stille Lasten in den Kapitalanlagen ab.

Im laufenden Jahr will Jungsthöfel den Gewinn des Konzerns weiterhin auf mindestens 2,7 Milliarden Euro erhöhen. Weitere Details und den Dividendenvorschlag für 2025 will der Vorstand mit dem testierten Jahresabschluss am 12. März veröffentlichen./stw/nas/mis

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Datum Rating Analyst
18.09.26 Hannover Rück Kaufen DZ BANK
09.09.26 Hannover Rück Buy Jefferies & Company Inc.
08.09.26 Hannover Rück Buy Joh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
04.09.26 Hannover Rück Underweight Barclays Capital
17.08.26 Hannover Rück Buy Jefferies & Company Inc.

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