ROUNDUP: Regierung und Gericht bremsen Veolia bei feindlicher Suez-Übernahme aus


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PARIS (dpa-AFX) - Der französische Versorger Veolia (Veolia Environnement) stößt mit seinem feindlichen Übernahmeangebot für den Konkurrenten Suez (Suez Environnement Company) auf Widerstand. Ein Gericht hat Veolia in einer Eil-Entscheidung zur Aussetzung des Angebots angewiesen, wie die Nachrichtenagentur Bloomberg am Montag mit Verweis auf das französische Gericht in Nanterre bei Paris berichtet. Zudem hat die französische Regierung sich zu Wort gemeldet und verlangt einen gemeinsamen Weg der beiden Unternehmen. Unterdessen sagte Veolia-Chef Antoine Frerot in einer Konferenz mit Journalisten, er habe das Angebot für Suez am Montagmorgen eingereicht.

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Für die Suez-Aktionäre liegt nun das Angebot von 18 Euro je Aktie auf dem Tisch. Mit der neuen Offerte wird das Suez-Aktienkapital mit 11,3 Milliarden Euro bewertet. Das Unternehmen ist aber auch mit zehn Milliarden Euro verschuldet. Veolia hatte Anfang Oktober dem Energiekonzern Engie (Engie (ex GDF Suez)) dessen 29,9 Prozent-Anteil an Suez für 3,4 Milliarden Euro abgekauft. Die Aktien von Veolia lagen am Morgen gut 1,3 Prozent im Minus, während die Anteilsscheine von Suez gut ein Prozent schwächer bei 17,09 Euro notierten.

Frankreichs Wirtschafts- und Finanzminister Bruno Le Maire kündigte an, die französische Finanzmarktaufsicht einzuschalten. "Dieses Angebot ist nicht freundlich und verstößt gegen die Zusagen, die Veolia bei mehreren Gelegenheiten gemacht hat. Es wirft auch Fragen der Transparenz auf. Warum wurde dieses Angebot plötzlich auf den Tisch gelegt?", sagte er dem Sender Europe 1. Das Angebot sei übereilt. Er forderte alle Beteiligten auf, auf den Weg des Dialogs zurückzukehren.

Veolia hatte am Sonntag die Geduld verloren. Nach Monaten der Verhandlungen und Auseinandersetzungen vor Gericht mit dem Suez-Management um eine einvernehmliche Übernahme wendet sich Veolia mit seinem Angebot nun direkt an die Aktionäre, wie der Konzern am Sonntagabend mitteilte. Auch beim jüngsten Treffen mit dem Suez-Chef Bertrand Camus und dem Veolia-Chef am 5. Februar habe man keine Fortschritte erzielen können, hieß es in der Mitteilung weiter.

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Französische Gewerkschaften sprachen von einer "Kriegserklärung". Suez nannte die Offerte an die Aktionäre "illegal", da sich Veolia zuvor vor Gericht verpflichtet habe, nicht feindlich vorzugehen.

Veolia hatte im Sommer den Kampf um die Übernahme von Suez gestartet. Das ursprüngliche Angebot von 15,50 Euro wurde Ende September erhöht. Es ist für Veolia der zweite Versuch, Suez zu übernehmen. 2012 war die Suez-Übernahme durch Veolia unter anderem an kartellrechtlichen Bedenken gescheitert./stk/ngu/jha/

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Datum Rating Analyst
10.09.13 Veolia Environnement kaufen Morgan Stanley
28.08.13 Veolia Environnement kaufen Morgan Stanley
26.08.13 Veolia Environnement halten Goldman Sachs Group Inc.
21.08.13 Veolia Environnement kaufen Morgan Stanley
16.07.13 Veolia Environnement halten UBS AG

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