S&P Global: Euroraum-Wirtschaft verliert an Dynamik im März


Von Andreas Plecko

FRANKFURT (Dow Jones)--Die Wirtschaft in der Eurozone hat im März wegen des russischen Kriegs in der Ukraine an Schwung verloren. Der Sammelindex für die Produktion in der Privatwirtschaft - Industrie und Dienstleister zusammen - verringerte sich auf 54,5 Zähler von 55,5 im Vormonat, wie S&P Global im Zuge der ersten Veröffentlichung berichtete. Volkswirte hatten einen noch stärkeren Rückgang auf 53,3 Punkte vorhergesagt.

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Oberhalb von 50 Zählern signalisiert das Konjunkturbarometer ein Wachstum, darunter deutet es auf eine Schrumpfung. Der Einkaufsmanagerindex des verarbeitenden Gewerbes fiel auf 57,0 Punkte von 58,2 im Vormonat. Volkswirte hatten einen Rückgang auf 55,5 Zähler prognostiziert. Der Index für den Servicesektor fiel auf 54,8 Punkte von 55,5 im Vormonat. Ökonomen hatten ein Nachgeben auf 54,3 Punkte erwartet.

Die Kosten und die Verkaufs- und Angebotspreise für Güter und Dienstleistungen stiegen in noch nie dagewesenem Maße, da die Rohstoffpreise weiter in die Höhe schnellten und die Lieferverzögerungen so gravierend ausfielen wie zuletzt im November 2021, hieß es von S&P Global.

"Die aktuellen Umfragedaten unterstreichen, wie der Russland-Ukraine-Krieg unmittelbare und wesentliche Auswirkungen auf die Wirtschaft der Eurozone hat, und sie verdeutlichen das Risiko eines Abschwungs im zweiten Quartal 2022", erklärte S&P-Global-Chefvolkswirt Chris Williamson.

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