Scholz: Keine Notwendigkeit für Staatseinstieg bei deutschen Banken
Von Andreas Kißler
BERLIN (Dow Jones)--Die deutschen Banken gehören nach Überzeugung von Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) derzeit nicht zu den Unternehmen, in die der deutsche Staat infolge der Corona-Krise einsteigen muss. "Ich sehe dafür keine Notwendigkeit in dieser Situation", sagte Scholz bei einer Online-Veranstaltung. "Im Moment sind die Banken relativ stabil." Man betrachte die Situation aber.
Scholz betonte, es habe sich wirklich gelohnt, die Lehren aus der Pleite von Lehman Brothers zu ziehen. "Es gibt mehr finanzielle Stärke im Finanzsystem, das hilft uns in dieser Situation." Die Lage im Finanzsektor sei gut. Man dürfe bei der Regulierung aber auch nicht nachlassen. Scholz sprach sich auch für die Vollendung einer Bankenunion aus.
Auf die Frage nach einer möglichen Konsolidierung im Bankensektor oder einem grenzübergreifenden Zusammengehen verwies der SPD-Politiker darauf, dass dies "eine Entscheidung des Privatsektors" sei. Derzeit unternehme niemand solche Aktivitäten, hob er aber hervor. Angesprochen auf die Commerzbank zeigte sich der deutsche Finanzminister "sehr glücklich, dass es eine Bereitschaft bei der Commerzbank gibt, so erfolgreich wie möglich zu sein". Es gebe dort nun viele Leute, die "in die richtige Richtung" arbeiteten.
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September 08, 2020 10:35 ET (14:35 GMT)