Schuldentausch

GameStop-Aktie stürzt heftig ab: Milliardenschwerer Anleihe-Deal soll Schuldenberg abbauen


GameStop-Aktie stürzt heftig ab: Milliardenschwerer Anleihe-Deal soll Schuldenberg abbauen

GameStop tauscht Anleihen im Milliardenwert in Aktien, doch die Börse reagiert mit einem deutlichen Kursrutsch.

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Aktien

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  • GameStop tauscht 1,4 Milliarden US-Dollar an Wandelanleihen in neue Aktien
  • Aktie fällt deutlich
  • Tausch senkt Schulden ohne Cash, verwässert aber bestehende Anteile
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GameStop tauscht rund 1,4 Milliarden US-Dollar an Wandelanleihen gegen neue Aktien, und der Markt straft den Schritt ab. Die Aktie des Videospielhändlers verliert daraufhin an der NYSE zeitweise 14,25 Prozent auf 18,63 US-Dollar.

Was hinter dem Anleihentausch von GameStop steckt

Konkret einigt sich GameStop laut eigener Mitteilung mit ausgewählten Anleihegläubigern darauf, rund 400 Millionen US-Dollar der 2030er-Wandelanleihe und eine Milliarde US-Dollar der 2032er-Wandelanleihe in Aktien der Klasse A umzuwandeln. Bar fließt dabei kein Cent, GameStop erhält aus der Aktienausgabe keinen Erlös. Nach Abschluss sinkt die langfristige Verschuldung um rund 1,4 Milliarden US-Dollar, während noch rund 1,1 Milliarden US-Dollar der 2030er-Anleihe und 1,7 Milliarden US-Dollar der 2032er-Anleihe im Markt bleiben.

Verwässerung mit offenem Ende

Der eigentliche Kurstreiber ist die Mechanik der Umwandlung. Wie viele neue Aktien die Gläubiger erhalten, hängt vom volumengewichteten Durchschnittskurs der GameStop-Aktie über 35 aufeinanderfolgende Handelstage ab, die heute beginnen, gedeckelt nach unten durch eine Preisuntergrenze. Bis zum Abschluss, den GameStop für den 23. September in Aussicht stellt, bleibt die genaue Verwässerung damit offen.

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Absicherungsgeschäfte als zusätzlicher Kursfaktor für die GameStop-Aktie

GameStop selbst weist in der Mitteilung auf ein weiteres Risiko hin: Ein Teil der Gläubiger dürfte parallel eigene Kurssicherungsgeschäfte auflösen oder neu aufsetzen und dafür Aktien am freien Markt kaufen oder verkaufen. Solche Absicherungsgeschäfte rund um Wandelanleihen können den Kurs zusätzlich in beide Richtungen bewegen, was den Abschlag erklärt, ohne dass ein operatives Ereignis dahintersteht.

Anleger dürften den weiteren Verlauf der 35-tägigen Referenzperiode und den avisierten Abschluss im September als nächste Fixpunkte im Blick behalten.

Alexandra Hesse, Thomas Zoller, Redaktion finanzen.net

Dieser Text dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageempfehlung dar. Die finanzen.net GmbH schließt jegliche Regressansprüche aus.

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Bildquellen: JIM WATSON/AFP via Getty Images, Sergej Lebedev / Shutterstock.com

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05.06.19 Gamestop A Sell The Benchmark Company
03.04.19 Gamestop A Market Perform Telsey Advisory Group
29.01.19 Gamestop A Market Perform Telsey Advisory Group
30.11.18 Gamestop A Outperform Wedbush Morgan Securities Inc.
01.06.18 Gamestop A Sell The Benchmark Company