Senatoren fordern Aufklärung zu Lage auf US-Kriegsschiff


WASHINGTON (dpa-AFX) - Nach alarmierenden Berichten über die Zustände auf dem in Nahost eingesetzten Flugzeugträger "USS Abraham Lincoln" fordern Mitglieder des US-Senats Aufklärung. Die Regierung von US-Präsident Donald Trump solle erklären, was sie tue, um die Streitkräfte auf dem schwimmenden Luftwaffenstützpunkt zu unterstützen, schrieb der Senator aus dem Bundesstaat Connecticut, Richard Blumenthal, auf X. "Weitverbreitete Berichte über Versorgungsengpässe, Probleme bei den Sanitäranlagen, eine Verschlechterung der psychischen Gesundheit und mehr erfordern sofortiges Handeln."

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Der Demokrat hat eine offizielle Anfrage als Mitglied des Senatskomitees für die US-Streitkräfte an Verteidigungsminister Pete Hegseth und Marine-Staatssekretär Hung Cao gerichtet. Darin heißt es, die "Abraham Lincoln" habe seit nunmehr fast sieben Monaten am Stück keinen Hafen mehr angelaufen - eine Rekorddauer, die für die Besatzung offenbar spürbar zur Belastung wird. Es gebe zahlreiche Berichte über Probleme etwa bei der Grundversorgung und den Sanitäranlagen auf dem Schiff, so Blumenthal.

Fehlende Seife und verstopfte Klos sind demnach nicht einmal das schlimmste Problem: Bei Soldatinnen und Soldaten sei eine Verschlechterung der psychischen Gesundheit festzustellen, heißt es. Es seien "Sicherheitsbedenken hinsichtlich der Außendecks" geäußert worden und, ebenfalls unschön für die Besatzung: Störungen im Postverkehr hätten dazu geführt, dass viele an das Schiff adressierte Versorgungspakete über Monate auf dem Transportweg verloren gegangen seien.

Senator: Soldaten drohen, von Bord zu springen

Auf Blumenthals Fragen, etwa wie die Regierung mit der wachsenden Ermüdung und Belastung der Truppe auf der "Abraham Lincoln" umgehen werde, sollen die adressierten Ressorts bis zum 27. August antworten.

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Sein demokratischer Senatskollege aus Arizona, Ruben Gallego, kündigte an, den Flugzeugträger mit einer parteiübergreifenden Delegation besuchen zu wollen, um die Lage in Augenschein zu nehmen. "Die Geschichten von Besatzungsmitgliedern, die damit drohen, vom Schiff zu springen, sind ein erschreckendes Alarmläuten dafür, wie schlimm die Situation geworden ist", schrieb er auf X. Trumps Umgang mit seinen Marinetruppen sei "nicht nur abstoßend, sondern auch gefährlich", kritisierte Gallego. "Diese Seeleute haben ein Anrecht darauf zu wissen, wann sie nach Hause zurückkehren werden."

Mit der aus dem Südchinesischen Meer abgezogenen "USS Abraham Lincoln" und ihren Begleitschiffen hatte das US-Militär bereits Anfang Januar seine Präsenz in Nahost ausgebaut. Am 28. Februar hatten die USA und Israel Militärschläge gegen den Iran begonnen. Seither ist der Flugzeugträger im Arabischen Meer im Einsatz, um die US-Seeblockade gegen Schiffe durchzusetzen, die versuchen, iranische Häfen anzulaufen oder zu verlassen./juw/DP/mis

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