Senatsermittlung

Amazon-Aktie fällt: US-Senat nimmt offenbar China-Einflussnahme ins Visier


Amazon-Aktie fällt: US-Senat nimmt offenbar China-Einflussnahme ins Visier

Der US-Senat nimmt laut Bloomberg mögliche chinesische Einflussnahme auf den Amazon-Marktplatz ins Visier. Das steckt dahinter.

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  • Amazon-Aktie gerät am Donnerstag erneut in den Anlegerfokus
  • US-Senatsausschuss prüft laut Bloomberg mögliche China-Einflussnahme
  • Vorwürfe betreffen mutmaßlich bestochene Amazon-Mitarbeiter in China
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Die Amazon-Aktie gibt am Donnerstag an der NASDAQ zeitweise um 4,45 Prozent auf 233,95 US-Dollar nach. Auslöser dürfte ein Bericht von Bloomberg sein, wonach der US-Senat wegen des Verdachts möglicher chinesischer Einflussnahme auf den Amazon-Marktplatz ermittelt und damit die regulatorischen Herausforderungen für den E-Commerce-Konzern weiter zunehmen.

Senatsausschuss wittert Fahrlässigkeit

Wie investing.com unter Berufung auf Bloomberg berichtet, führen republikanische Mitarbeiter im Senatsausschuss für Kleinunternehmen eine Untersuchung zu dem, was sie als "Fahrlässigkeit von Amazon im Zusammenhang mit chinesischer Einflussnahme" bezeichnen. Mindestens einem Zeugen sollen die Ermittler mitgeteilt haben, überzeugende Belege gefunden zu haben. Offizielle Ergebnisse hat der Ausschuss bislang jedoch nicht veröffentlicht.

Bestechungsvorwürfe und Drittanbieter im Fokus

Die aktuelle Untersuchung schließt an frühere Bloomberg-Berichte über ein mutmaßliches Bestechungsnetzwerk an, an dem Amazon-Mitarbeiter in China beteiligt sein sollen. Ihnen wird vorgeworfen, von Drittanbietern Zahlungen im Gegenzug für eine Vorzugsbehandlung auf dem Marktplatz angenommen zu haben. Laut Bloomberg befragten die Ermittler dazu den Erfinder und Amazon-Verkäufer Jack Nekhala aus Staten Island, der Gesprächsaufzeichnungen mit einem Vermittler vorgelegt haben soll, der gegen Bezahlung angeblich Kontakte zu chinesischen Amazon-Mitarbeitern anbot.

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Auf Drittanbieter entfallen rund 60 Prozent der auf dem Amazon-Marktplatz verkauften Produkte. Viele von ihnen beklagen laut Bloomberg seit längerem willkürliche Kontosperrungen und eingeschränkte Möglichkeiten, sich gegen solche Maßnahmen zu wehren, was einige dazu bewegt, auf Unternehmensinsider zurückzugreifen, um Strafen aufzuheben oder Verkaufsrechte wiederherzustellen. Die Ermittler interessieren sich laut dem Bericht besonders dafür, wie Mitarbeiter in China auf die Plattform Einfluss nehmen könnten.

Amazon-Aktie: Regulatorischer Druck nimmt zu

Die Senatsuntersuchung reiht sich in eine wachsende Liste regulatorischer Herausforderungen für Amazon ein, darunter Kartell- und Verbraucherschutzverfahren in den Vereinigten Staaten und in Europa. Vorwürfe wettbewerbswidriger und irreführender Geschäftspraktiken hat das Unternehmen in der Vergangenheit zurückgewiesen.

Ob der Ausschuss seine bislang unter Verschluss gehaltenen Ergebnisse öffentlich macht, dürfte der nächste Punkt sein, auf den Anleger und betroffene Händler achten.

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Bettina Schneider, Carolin Ludwig, Redaktion finanzen.net

Dieser Text dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageempfehlung dar. Die finanzen.net GmbH schließt jegliche Regressansprüche aus.

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Bildquellen: Benny Marty / Shutterstock.com, Annette Shaff / Shutterstock.com

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03.08.26 Amazon Buy Jefferies & Company Inc.
31.07.26 Amazon Buy UBS AG
31.07.26 Amazon Kaufen DZ BANK
31.07.26 Amazon Outperform RBC Capital Markets
31.07.26 Amazon Overweight JP Morgan Chase & Co.

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