Staatsschulden im Euroraum sinken 2021 auf 95,4 Prozent


Von Andreas Plecko

FRANKFURT (Dow Jones)--Die Staatsschulden in der Eurozone sind im Jahr 2021 gesunken, nachdem sie im Corona-Jahr 2020 stark gestiegen waren. Der öffentliche Schuldenberg sank gemessen am Bruttoinlandsprodukt (BIP) auf 95,4 von 97,0 Prozent im Vorjahr, wie die Statistikbehörde Eurostat meldete. In absoluten Zahlen kletterte der Schuldenberg auf 12,31 von 11,46 Billionen Euro. In der EU-27 sank die Staatsschuldenquote auf 87,9 von 89,8 Prozent entsprechend 14,52 nach 13,46 Billionen Euro.

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Am Ende des Jahres 2021 wurden die niedrigsten Verschuldungsquoten in Estland (17,6 Prozent), Bulgarien (23,9 Prozent), Luxemburg (24,5 Prozent), Schweden (36,3 Prozent) und Dänemark (36,6 Prozent) verzeichnet.

Vierzehn Mitgliedstaaten wiesen eine Verschuldungsquote von mehr als 60 Prozent des BIP auf. Die höchsten Verschuldungsquoten wurden in Griechenland (194,5 Prozent), Italien (150,3 Prozent), Portugal (125,5 Prozent), Spanien (118,3 Prozent), Frankreich (112,8 Prozent), Belgien (109,2 Prozent) und Zypern (101,0 Prozent) registriert.

Gemessen am BIP verringerte sich das öffentliche Haushaltsdefizit im Euroraum von 7,0 Prozent im Jahr 2020 auf 5,1 Prozent im Jahr 2021. In der EU sank es von 6,7 Prozent auf 4,6 Prozent.

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Im Jahr 2021 verzeichneten alle Mitgliedstaaten mit Ausnahme von Dänemark (plus 3,6 Prozent) und Luxemburg (plus 0,8 Prozent) ein Defizit. Die höchsten Defizite wurden in Malta (minus 7,8 Prozent), Griechenland (minus 7,5 Prozent), Italien (minus 7,2 Prozent), Ungarn und Rumänien (jeweils minus 7,1 Prozent), Lettland (minus 7,0 Prozent), Spanien (minus 6,9 Prozent) und Frankreich (minus 6,5 Prozent) registriert. Fünfzehn Mitgliedstaaten wiesen ein Defizit von mehr als 3 Prozent des BIP auf.

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