Starke Nachfrage

NVIDIA-Zulieferer: TSMC-Aktie profitiert zunächst nicht von Aussichten auf Gewinnsprung dank KI


NVIDIA-Zulieferer: TSMC-Aktie profitiert zunächst nicht von Aussichten auf Gewinnsprung dank KI

Für Taiwan Semiconductor Manufacturing schlägt sich die starke Nachfrage aus dem KI-Bereich wohl auch auf Ergebnisebene nieder.

Werte in diesem Artikel

• KI-getriebener Gewinnsprung bei TSMC
• US-Gegenwind durch Trump erwartet
• So reagiert die Aktie

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Der weltgrößte Chipauftragsfertiger TSMC, der zu seinen Kunden unter anderem den KI-Riesen NVIDIA und den aktuell wertvollsten Konzern Apple zählt, hat bereits in der vergangenen Woche mit starken Umsatzzahlen für das vierte Quartal überzeugt. Die Erlöse lagen im abgelaufenen Berichtsquartal bei 868,5 Milliarden Taiwan-Dollar, was insbesondere umfangreichen Investitionen von großen IT-Unternehmen wie Alphabet und Microsoft zu verdanken war.

Gewinnsprung erwartet

Für die Ergebniszahlen, die am kommenden Donnerstag veröffentlicht werden, wird vor diesem Hintergrund ebenfalls eine deutliche Verbesserung erwartet. Reuters zufolge wird TMSC dank der hohen Nachfrage für das vierte Quartal einen Gewinnsprung von 58 Prozent vermelden. Unter Berufung auf LSEG SmartEstimate, das von 22 Analysten erstellt wurde, heißt es, es sei für das am 31. Dezember abgeschlossene Quartal ein Nettogewinn von 377,95 Milliarden Taiwan-Dollar zu erwarten: SmartEstimates gewichtet Prognosen von Analysten, die konstant genauer sind, stärker.

Das wäre eine massive Verbesserung verglichen mit dem vierten Quartal 2023, als unter dem Strich noch 238,7 Milliarden Taiwan-Dollar bei TSMC hängen geblieben waren. Brett Simpson, Mitbegründer und leitender Analyst von Arete Research, sagte Reuters zufolge, 2025 werde ein weiteres Jahr sein, in dem das Wachstum von TSMC größtenteils von KI-Kunden getrieben werde.

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Gegenwind durch neue US-Regierung erwartet

Folgen für das Geschäft dürfte unterdessen die anstehende Machtübernahme von Donald Trump mit sich bringen. Der designierte US-Präsident hat bereits im Vorfeld seines Amtsantritt klar gemacht, dass im Rahmen seiner Regierungszeit mit weiteren Technologiebeschränkungen sowie umfassenden Importzöllen zu rechnen sein wird.

TSMC setzt diesbezüglich offenbar auf Zusammenarbeit statt Konfrontation. Der Chipfertiger nimmt Milliarden für den Bau von Fabriken im Ausland in die Hand - allein im US-Bundesstart Arizona sollen drei neue Werke entstehen, deren Bau 65 Milliarden Dollar kosten soll. Was die geplanten Investitionen betrifft, müssen sich Anleger wohl noch bis Donnerstag gedulden, dann dürfte TSMC im Rahmen seiner Gewinnbesprechung diesbezüglich konkreter werden.

Die Aussicht auf einen Gewinnsprung im vierten Quartal hat Anleger zum Wochenstart offenbar nicht überzeugt: Die TSMC-Aktie verlor im Handel in Taiwan schlussendlich 2,27 Prozent auf 1.075,00 Taiwan-Dollar. An der NYSE fällt der Anteilsschein am Montag im vorbörslichen Handel zeitweise um 3,82 Prozent auf 200,40 US-Dollar.

Redaktion finanzen.net

Bildquellen: Michael Vi / Shutterstock.com

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