Starke Nachfrage

VW-Aktie zieht an: Mehr als 30.000 Bestellungen für E-Polo - Interesse an Anteilen am Formel-1-Team


VW-Aktie zieht an: Mehr als 30.000 Bestellungen für E-Polo - Interesse an Anteilen am Formel-1-Team

Volkswagen hat nach eigenen Angaben bislang mehr als 30.000 Bestellungen für den vollelektrischen Polo erhalten.

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Das übertreffe die ursprünglichen Erwartungen deutlich, insbesondere in Deutschland, teilte eine Unternehmenssprecherin mit. Seit Ende April ist der Kleinwagen bestellbar - in den Verkaufsräumen der Händler steht der ID. Polo allerdings erst seit wenigen Tagen. Zuvor hatten mehrere Medien berichtet.

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Der E-Polo kostet in der Basisversion knapp unter 25.000 Euro. Bestellbar war zunächst aber nur eine besser ausgestattete Variante mit größerer Batterie für deutlich mehr als 30.000 Euro. Die Basisversion des Autos mit kleinem Akku und weniger PS können Kunden seit Juli ordern.

Hohe Nachfrage sorgt für längere Wartezeiten

Hergestellt wird der ID. Polo im spanischen Werk Martorell bei Barcelona. Wie die VW-Sprecherin weiter mitteilte, kommt es wegen der hohen Nachfrage und der zunächst langfristig geplanten Produktionskapazitäten aktuell zu längeren Lieferzeiten. Man arbeite daran, die Produktion schrittweise hochzufahren. Wie lange Kunden aktuell warten müssen, sagte sie nicht. Der konkrete Liefertermin hänge von der Ausstattung ab. Vorkonfigurierte Fahrzeuge könnten hingegen ab sofort bei VW-Händlern ohne Wartezeit gekauft werden.

Für den ID. Polo und seine Schwestermodelle VW ID. Cross,?koda Epiq und Cupra Raval liegen demnach inzwischen mehr als 100.000 Vorbestellungen vor. Auch die anderen Modelle werden aus Kostengründen in Spanien gebaut. Mit den vier Kleinwagen will der Autokonzern das elektrische Einstiegssegment erschließen. 2027 soll dann ein noch günstigeres Modell mit dem Arbeitstitel ID. Every1 für etwa 20.000 Euro folgen, als Nachfolger des 2023 eingestellten Kleinstwagens VW Up. Gebaut wird er in Portugal.

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Schäfer: Treffen Erwartungen vieler Kunden

Die Nachfrage zeige, dass man mit der Fahrzeugfamilie die Erwartungen vieler Kundinnen und Kunden treffe, teilte VW-Markenchef Thomas Schäfer mit. Man habe gemeinsam vier eigenständige Fahrzeuge entwickelt, die den Charakter ihrer Marken bewahrten und zugleich die Stärken der Zusammenarbeit nutzten. Die Modelle der Fahrzeugfamilie teilen mehr als 80 Prozent der Komponenten und Technologien, unterscheiden sich demnach aber unter anderem beim Design, dem Fahrerlebnis und bestimmten Funktionen.

Der Autokonzern leidet aktuell unter sinkenden Verkaufszahlen. Im ersten Halbjahr gingen die Auslieferungen aller Marken weltweit um 6,3 Prozent auf gut 4,1 Millionen Fahrzeuge. Auch die Zahl der verkauften E-Autos ging zurück. In Europa konnte VW den Absatz reiner Stromer dagegen um 8,4 Prozent auf 377.000 Fahrzeuge steigern. Auch der Bestand an Bestellungen für E-Autos wuchs in Europa seit Jahresbeginn deutlich.

Experte: Der Schuss muss sitzen

Der ID. Polo ist Branchenexperte Stefan Bratzel zufolge ein wichtiges Modell für Volkswagen. "Der Schuss im Elektro-Kleinwagensegment muss jetzt sitzen", teile der Direktor des Centers of Automotive Management in Bergisch Gladbach mit. Positiv sei, dass Qualität und Anmutung bei VW wieder stimmten. In der jüngeren Vergangenheit habe es dort Defizite gegeben.

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Der ID. Polo komme zwar spät, möglicherweise aber noch rechtzeitig, weil der Markthochlauf der Elektro-Mobilität an Fahrt gewinne. Entscheidend werde sein, ob Kunden angesichts des zunehmenden Wettbewerbs aus China das Preis-Leistungs-Verhältnis akzeptieren werden, erklärte Bratzel.

Audi-Boss über das Interesse an Anteilen am Formel-1-Team

Das neue deutsche Team in der Formel 1 weckt nach Aussagen von Audi-Geschäftsführer Gernot Döllner jede Menge Begehrlichkeiten. In einer deutschen Medienrunde wurde er am Rande des Großen Preises von Spanien gefragt, ob der Verkauf weiterer Anteile des Rennstalls geplant sei. "Das Interesse ist sehr groß, das kann ich sagen", entgegnete Döllner, stellte aber zugleich klar: Das Konstrukt mit der Beteiligung von Katar und Audi als Mehrheitsanteilseigner gebe das her. "Aber wir haben im Moment keine Notwendigkeit, da übereilt zu agieren."

Der deutsche Autobauer, der Teil des kriselnden VW-Konzerns ist, ist seit diesem Jahr mit dem eigenen Team in der Motorsport-Königsklasse vertreten. Audi hatte den Schweizer Privatrennstall Sauber übernommen. Der Staatsfonds Katar hat - so wurde es damals in der Pressemitteilung formuliert - "eine bedeutende Minderheitsbeteiligung" am Team. Wie hoch diese Beteiligung ist, ist nicht bekannt oder bestätigt.

"Wir verspüren ein positives Momentum"

Für weitere Anteilseigner gelten Regeln, darauf wies Döllner nun auch noch mal hin. Sollten sie so einen Schritt gehen, werde es einem "sehr, sehr strukturierten Verfahren" unterworfen. Zudem sei es eine Anteils-Minderheit von Audi am Team "unvorstellbar".

Vor dem heutigen Rennen (15.00 Uhr/Sky und RTL) liegen die beiden Audi-Fahrer Nico Hülkenberg und Gabriel Bortoleto auf den Plätzen 15 und 14 im Klassement. Zusammen kommen sie auf 16 Punkte. In der Konstrukteurswertung, die am Ende der Saison entscheidend für die Verteilung der Gelder ist, belegt Audi Platz 8 von 11 Teams.

"Wir verspüren ein positives Momentum", sagte Döllner mit Blick auf die Auswirkungen des auch vieldiskutierten Formel-1-Einstiegs auf die Marke Audi. 2030 will Audi - so der Plan - um die WM mitkämpfen.

Via XETRA zeigt sich die VW-Aktie zeitweise 1,06 Prozent im Plus bei 82,04 Euro.

/jwe/DP/zb

WOLFSBURG (dpa-AFX)

Bildquellen: Sergey Kohl / Shutterstock.com, InnaFelker / Shutterstock.com

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23.09.26 Volkswagen (VW) vz Market-Perform Bernstein Research
22.09.26 Volkswagen (VW) vz Buy Joh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
22.09.26 Volkswagen (VW) vz Market-Perform Bernstein Research
21.09.26 Volkswagen (VW) vz Neutral UBS AG
21.09.26 Volkswagen (VW) vz Buy Jefferies & Company Inc.

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