Steag streicht wohl rund 1000 Arbeitsplätze wegen Kohleausstieg


ESSEN (dpa-AFX) - Der Essener Kraftwerksbetreiber Steag will einem Medienbericht zufolge rund 1000 seiner 3500 Arbeitsplätze in Deutschland abbauen. Das berichtet die "WAZ" ("Westdeutsche Allgemeine Zeitung"/Donnerstag) unter Berufung auf unternehmensnahe Kreisen. Der radikale Schnitt sei Teil der neuen Strategie des Vorstandes, die er am Mittwoch dem Aufsichtsrat vorgestellt habe. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur soll die Belegschaft an diesem Donnerstagvormittag über die Pläne informiert werden.

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Kern ist laut "WAZ" die Abschaltung der älteren Steinkohlekraftwerke und ein Fokus auf Erneuerbare Energien. Bis Anfang 2022 wolle der Vorstand Klarheit schaffen, wann welches Kraftwerk vom Netz gehen werde. Der sechs Ruhrgebietskommunen gehörende Konzern ziehe damit die Konsequenzen aus dem Kohleausstieg, der fast jede dritte seiner Stellen in Deutschland koste. Ziel sei ein sozialverträglicher Abbau ohne betriebsbedingte Kündigungen, berichtet die "WAZ" weiter.

Während Braunkohlekraftwerke dem Ausstiegsgesetz zufolge noch bis 2038 laufen könnten, sollten die meisten Steinkohlekraftwerke bereits in den kommenden Jahren vom Netz gehen. Das treffe alle sechs deutschen Steag-Standorte, nur der jüngste Block 10 in Duisburg-Walsum könnte dem "WAZ"-Bericht zufolge noch länger laufen. Wie die "WAZ" weiter berichtet, sollen die meisten Stellen in den Kraftwerken wegfallen. Die Verwaltung solle deutlich verkleinert werden. Der Abbau treffe auch die technischen Serviceeinheiten./vd/DP/zb

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