Steinmeier: Künstliche Intelligenz wird genutzt werden


OTTAWA (dpa-AFX) - Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier sieht keine Möglichkeit, Künstliche Intelligenz (KI) wieder zurückzudrängen und zu verbieten. "Die KI ist in der Welt. Ein Teil der Entscheidungen ist damit gefallen. Sie wird genutzt werden", sagte er am Montag in der kanadischen Hauptstadt Ottawa in einer Diskussionsrunde mit Premierminister Justin Trudeau an der Universität. In allen Ländern, auch in der Europäischen Union, werde nun "darum gerungen, wie man die Gefahren möglichst weitgehend einhegt".

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Was er als Anwendung gesehen habe, habe "eine eigene Faszination", sagte Steinmeier. Es gebe aber auch beunruhigende Entwicklungen. Als ein Beispiel nannte er Fotos, die von Künstlicher Intelligenz erzeugt oder manipuliert worden seien. Man werde künftig noch vorsichtiger und skeptischer mit Fotomaterial umgehen müssen - "weil Fotomaterial vielleicht in der Zukunft gar nichts mehr beweist, weil wir den Ursprung nicht mehr kennen".

KI steht wegen der zunehmenden Verbreitung von Chat-Robotern wie ChatGPT im Fokus. Dabei handelt es sich um Chatprogramme, an deren anderen Ende kein Mensch sitzt, sondern ein Computer, der menschenähnlich reagiert und Fragen aus den verschiedensten Bereichen beantwortet oder auf Anweisung auch Vorträge schreibt, Gedichte interpretiert oder Lieder komponiert. Das Programm ist seit vergangenem November für die Öffentlichkeit online zugänglich./sk/DP/mis

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