Stimmung der US-Verbraucher trübt sich stärker als erwartet ein
WASHINGTON (Dow Jones)--Die Stimmung unter den US-Verbrauchern hat sich im Juli abgeschwächt. Wie das Forschungsinstitut Conference Board berichtete, fiel der Index des Verbrauchervertrauens auf 92,6. Von Dow Jones Newswires befragte Ökonomen hatten einen Stand von 96,0 erwartet. Der Vormonatswert wurde auf 98,3 von zunächst 98,1 nach oben revidiert. Der Index für die Einschätzung der aktuellen Lage verbesserte sich auf 94,2 (Vormonat: 86,7), jener für die Erwartungen fiel auf 91,5 (106,1).
"Große Rückgänge gab es in Michigan, Florida, Texas und Kalifornien, zweifellos eine Folge des Wiederaufflackerns von Covid-19", erklärte die Herausgeberin der Umfrage, Lynn Franco. "Mit Blick auf die Zukunft sind die Verbraucher hinsichtlich der kurzfristigen Aussichten für die Wirtschaft und den Arbeitsmarkt weniger optimistisch geworden und bleiben hinsichtlich ihrer finanziellen Aussichten skeptisch. Eine solche Unsicherheit über die kurzfristige Zukunft verheißt weder für die Erholung noch für die Verbraucherausgaben Gutes."
Die US-Verbraucher spielen eine Schlüsselrolle für die US-Wirtschaft, weil rund 70 Prozent des Bruttoinlandsprodukts vom Privatkonsum abhängen.
Im Rahmen der Umfrage des Conference Board wurden insgesamt 5.000 Haushalte befragt.
Kontakt zum Autor: konjunktur.de@dowjones.com
DJG/DJN/sha/ros
(END) Dow Jones Newswires
July 28, 2020 10:10 ET (14:10 GMT)