Strategische Alianz

Rheinmetall, Airbus und OHB bündeln Kräfte für Militärnetz - Wird das Mini-Starlink zum Treiber für die Aktien?


Rheinmetall, Airbus und OHB bündeln Kräfte für Militärnetz - Wird das Mini-Starlink zum Treiber für die Aktien?

In einem wegweisenden Schritt für die deutsche Verteidigungs- und Raumfahrtindustrie haben sich drei deutsche Großkonzerne für ein gemeinsames Großprojekt zusammengeschlossen.

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Bundeswehr plant Starlink-ähnliches Satellitennetz im niedrigen Erdorbit
• Bis zu 10 Milliarden Euro Volumen
• Rheinmetall/OHB und Airbus mit Allianz

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Wie der Spiegel berichtet, planen der Rüstungskonzern Rheinmetall, der Luftfahrtriese Airbus und der Bremer Satellitenspezialist OHB eine strategische Allianz, um für die Bundeswehr ein eigenes, souveränes Satellitennetzwerk aufzubauen. Diese Initiative, die oft als "deutsches Mini-Starlink" bezeichnet wird, zielt darauf ab, die Abhängigkeit von US-amerikanischen Anbietern wie Elon Musks SpaceX zu reduzieren und die Kommunikationsfähigkeit der deutschen Truppen im All massiv zu stärken.

Stärkung der Souveränität im Blick

Ursprünglich galten die Unternehmen als Konkurrenten im Rennen um den milliardenschweren Auftrag der Bundeswehr. Während Rheinmetall und OHB bereits frühzeitig eine Kooperation prüften, positionierte sich Airbus zunächst als eigenständiger Wettbewerber. Die nun erfolgte Einigung auf ein gemeinsames Vorgehen markiert eine überraschende Wende. Der Spiegel hebt hervor, dass dieses Bündnis die Realisierung des Projekts beschleunigen könnte, um das Ziel der Bundeswehr zu erreichen, bis zum Ende des Jahrzehnts "kriegstüchtig" zu sein. Angesichts der Erfahrungen im Ukraine-Krieg, in dem die Verfügbarkeit von Satelliten-Internet über Starlink eine entscheidende Rolle spielt, wird ein eigenes, unabhängiges Netz für die Führungssysteme der Armee als essenziell erachtet.

Technologischer Umfang und strategische Ziele

Das geplante System soll aus einer Konstellation von Kleinsatelliten im niedrigen Erdorbit (LEO) bestehen, die untereinander vernetzt sind. Durch diese Architektur wird die Abhängigkeit von Bodenstationen verringert und eine hochverfügbare, latenzarme Kommunikation für Panzer, Schiffe und Soldaten ermöglicht. Laut n-tv umfasst das Projekt ein geschätztes Auftragsvolumen von bis zu zehn Milliarden Euro. Rheinmetall, das unter der Leitung von Armin Papperger verstärkt in den Weltraumsektor expandiert, bringt dabei finanzielle Schlagkraft und neues Know-how durch Firmenübernahmen ein, während Airbus und OHB ihre langjährige Expertise im Satellitenbau beisteuern.

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Kritische Stimmen und finanzielle Hürden

Trotz der strategischen Vorteile stößt die Allianz offenbar auf Bedenken hinsichtlich der Kosten und des Wettbewerbs. Durch den Zusammenschluss der wichtigsten deutschen Akteure entfällt der gegenseitige Bieterwettbewerb, was zu einer Direktvergabe durch das Verteidigungsministerium führen könnte. Laut Spiegel beanstanden Haushälter der Regierungskoalition bereits, dass mangelnder Wettbewerb bei Direktvergaben am Ende zu überhöhten Preisen führen könnte. Es wird befürchtet, dass das Projekt zwar schneller umgesetzt wird, aber letztlich deutlich teurer für den Steuerzahler ausfällt. Dennoch sieht das Konsortium in der Bündelung der Kräfte die einzige Möglichkeit, technologisch mit globalen Playern wie SpaceX mitzuhalten und eine nationale Sicherheitsinfrastruktur im All zu etablieren.

Ob die Aktien der drei Konzernriesen von den Nachrichten profitieren können, wird sich im Handel am Montag zeigen.

Redaktion finanzen.net

Bildquellen: Postmodern Studio / Shutterstock.com, Tobias Arhelger / Shutterstock.com

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