Stromnetzverbindung zwischen Israel und EU geht in die nächste Etappe


NIKOSIA (dpa-AFX) - Die geplante Stromverbindung zwischen Israel und der EU schreitet voran: Am Freitag soll in Nikosia offiziell der Startschuss für die Verlegung des Kabels zwischen Zypern und der griechischen Insel Kreta gegeben werden. Es ist mit rund 900 Kilometern die längste und schwierigste Etappe des Mammutprojekts namens EuroAsia Interconnector. Insgesamt soll die Leitung von Israel in die EU schließlich eine Länge von 1518 Kilometer haben und zum Teil bis zu 3000 Meter tief auf dem Meeresboden verlegt werden, berichtete am Donnerstag der zyprische Staatsfunk.

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EuroAsia Interconnector wäre damit eine der längsten Unterwasser-Stromverbindungen der Welt. Die Projektkosten liegen bei rund 2,5 Milliarden Euro, die EU beteiligt sich daran mit rund 650 Millionen Euro. Die Verbindung zwischen Kreta und dem griechischen Festland mit einer Länge von rund 310 Kilometern besteht bereits, mit der Verlegung des Kabels von Zypern nach Israel wurde noch nicht begonnen. Das Stromkabel soll schließlich eine Kapazität von 2000 Megawatt haben.

Israel verfügt große Erdgasvorkommen vor seiner Küste und kann damit Strom produzieren. Strom könne über die künftige Verbindung jedoch auch von Europa nach Israel geliefert werden, sollte es notwendig sein, hieß es im Bericht weiter.

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