Tariflöhne steigen nicht mehr schneller als die Verbraucherpreise


WIESBADEN (dpa-AFX) - Im ersten Quartal dieses Jahres sind die Tariflöhne in Deutschland nicht mehr schneller gestiegen als die Verbraucherpreise. Das Statistische Bundesamt nannte am Freitag ein Plus von 1,3 Prozent bei den Tarifgehältern einschließlich der vereinbarten Sonderzahlungen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Das entsprach exakt der Inflation von 1,3 Prozent in diesem Zeitablauf, so dass die Tariflöhne keine höheren Reallöhne mehr gebracht haben.

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Vor allem in der Industrie hatten die Tarifbeschäftigten nur geringe Einkommenssteigerungen auf ihren Abrechnungen. Das hängt laut Bundesamt mit der im Jahr 2020 wegen der Corona-Krise vereinbarten Nullrunde in der Metall- und Elektroindustrie zusammen.

Ganz anders sah es beispielsweise in der Energieversorgung (+3,0 Prozent) und im Gastgewerbe aus, wo eine Steigerung um 2,8 Prozent vereinbart worden war. Allerdings waren gerade die Beschäftigten von Hotels und Gaststätten massenhaft in Kurzarbeit. In der Statistik werden aber nur die tariflich vereinbarten Gehälter erfasst und nicht die tatsächlich gezahlten Entgelte.

/ceb/DP/mis

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