NVIDIA-Aktie: 91 Milliarden US-Dollar Umsatzausblick vor Quartalszahlen
29 Analysten sehen die NVIDIA-Aktie einhellig bei Buy mit einem Kursziel-Schnitt von 304,67 US-Dollar vor dem zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2027.
Werte in diesem Artikel
- NVIDIA legt heute Zahlen zum zweiten Quartal 2027 vor
- Guidance vom Mai-Call nennt 91 Milliarden US-Dollar Umsatzerwartung
- 29 Analysten stufen die Aktie einhellig mit Buy ein
Der Chipentwickler NVIDIA legt heute Zahlen zum zweiten Quartal 2027 vor. Im Call von Ende Mai hatte das Management für das Quartal einen Gesamtumsatz von 91 Milliarden US-Dollar in Aussicht gestellt, mit einer Schwankungsbreite von plus/minus 2 Prozent.
Was der Call im Mai 2026 an Vorgaben brachte
Neben der Umsatzerwartung nannte Finanzchefin Colette Kress für das zweite Quartal eine GAAP-Bruttomarge von 74,9 Prozent und eine Non-GAAP-Bruttomarge von 75 Prozent, jeweils mit einer Bandbreite von plus/minus 50 Basispunkten. Für das Gesamtjahr bekräftigte sie eine Bruttomarge im mittleren 70er-Prozentbereich sowie GAAP- und Non-GAAP-Betriebsausgaben von rund 8,5 Milliarden beziehungsweise 8,3 Milliarden US-Dollar im Quartal.
CEO Jensen Huang stellte in Aussicht, dass NVIDIA weiterhin schneller wachsen dürfte als die Investitionsausgaben der Hyperscaler, getragen von einem zweiten Marktsegment aus KI-nativen Clouds, Unternehmen, Industrie und Souverän-KI-Projekten. Zudem kündigte er an, im Inferenzmarkt weiter Marktanteile zu gewinnen, unter anderem gestützt auf die ausgeweitete Partnerschaft mit Anthropic und den bevorstehenden Start von Vera Rubin. Kress ergänzte, dass für China-bezogene Rechenzentrumsumsätze weiterhin keine Prognose in den Ausblick einfließe, da unklar bleibe, ob H200-Importe ins Land zugelassen werden.
Worauf sich das Unternehmen messen lassen muss
Im Zentrum steht, ob NVIDIA wie angekündigt im dritten Quartal mit den ersten Produktionsauslieferungen von Vera Rubin beginnt und der Hochlauf im vierten Quartal fortgesetzt wird. Ebenso offen ist, ob der genannte Umsatzausblick von 91 Milliarden US-Dollar erreicht wird und ob die Forderungslaufzeit im zweiten Quartal wie in Aussicht gestellt auf die Mitte der 50er-Tage zurückkehrt.
Auf die Frage von Ben Reitzes von Melius Research, ob NVIDIA schneller wachsen könne als die Hyperscaler-Investitionsausgaben, bestätigte Jensen Huang dies und verwies auf ein zweites, stark wachsendes Kundensegment jenseits der Hyperscaler. CJ Muse von Cantor Fitzgerald fragte nach dem Einfluss von Vera Rubin auf den Marktanteil im Inferenzgeschäft; Huang erwiderte, die Plattform solle noch erfolgreicher werden als Grace Blackwell, da praktisch jedes Frontier-Modellunternehmen von Beginn an darauf setzen werde. Ebenfalls unklar bleibt, ob sich die von Kress und Huang genannte Umsatzvisibilität von 1 Billion US-Dollar für Blackwell- und Rubin-Plattformen zwischen 2025 und dem Kalenderjahr 2027 bestätigt.
Analystenbild und Scores vor dem Termin
Gestern bestätigte Bank of America Securities ihre Buy-Einstufung, einen Tag zuvor hatte BMO Capital ebenfalls bei Buy mit einem Kursziel von 340 US-Dollar bestätigt. Insgesamt stufen 29 Analysten die Aktie einheitlich mit Buy ein, bei einem durchschnittlichen Kursziel von 304,67 US-Dollar und einer Spanne von 250 bis 425 US-Dollar; alle 29 Häuser votieren für Buy, keines für Hold oder Sell.
Im Qualitäts-Check von TraderFox erreicht die Aktie 14 von 15 Punkten, im Growth-Check ebenfalls 14 von 15.
Ob die Vorgaben halten, zeigen die Zahlen am heutigen Abend.
Redaktion finanzen.net
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