Trendwende an der Tankstelle - Spritpreis sinkt


MÜNCHEN (dpa-AFX) - Bei den Spritpreisen in Deutschland zeichnet sich eine Trendwende ab. Vor allem Diesel hat sich den zweiten Tag in Folge deutlich verbilligt, wie aus Daten des ADAC hervorgeht. Mit 2,269 Euro pro Liter im bundesweiten Tagesdurchschnitt des Mittwochs kostete der Kraftstoff 4,1 Cent weniger als auf seinem Mehrjahreshoch vom Montag und 1,9 Cent weniger als am Dienstag.

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Der Preis für Superbenzin der Sorte E10 verbilligte sich bereits den dritten Tag in Folge, hier gibt es aber deutlich weniger Bewegung. Der bundesweite Tagesdurchschnitt des Mittwochs lag bei 2,068 Euro pro Liter, das waren 0,6 Cent weniger als am Dienstag und 1,7 Cent weniger als am Sonntag.

Knapp unter Allzeithoch gedreht

Damit entfernt sich Diesel auch wieder von seinem Allzeithoch von 2,321 Euro aus dem März 2022. Am Montag hatten dorthin nur noch 1,1 Cent gefehlt.

Wie sich die Preise weiterentwickeln ist angesichts der hohen Unsicherheit derzeit kaum vorherzusagen. Erste Zahlen vom Donnerstagmorgen deuteten aber zumindest bei Diesel tendenziell weiter in Richtung Entspannung. Der Ölpreis stieg am Donnerstagmorgen allerdings, was eigentlich auch für steigende Spritpreise sprechen würde.

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Thema im Bundestag

Seit Beginn des Iran-Krieges sind die Spritpreise massiv gestiegen. Aktuell ist Diesel 52 Cent teurer als vor Kriegsbeginn, Super E10 um 29 Cent.

Das beschäftigt nun auch den Bundestag, der heute über ein Maßnahmenpaket abstimmt. Künftig sollen Tankstellen nur noch einmal am Tag, um 12.00 Uhr, die Preise erhöhen dürfen. Preissenkungen sollen immer möglich sein. Die neue Regel könnte vor Ostern in Kraft treten. Außerdem soll das Bundeskartellamt mehr Befugnisse gegen überhöhte Preise bekommen. Bundeskanzler Friedrich Merz zeigte sich offen für weitere Maßnahmen. Im Bundestag stellte er ein weiteres Entlastungspaket in Aussicht./ruc/DP/zb

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