Trotz Archegos-Belastung

UBS verdient mehr als erwartet und will eine Milliarde Dollar einsparen - UBS-Aktie dennoch unter Druck

27.04.21 10:00 Uhr

UBS verdient mehr als erwartet und will eine Milliarde Dollar einsparen - UBS-Aktie dennoch unter Druck | finanzen.net

Die UBS hat ihren Gewinn im ersten Quartal dank höherer Einnahmen und geringerer Kreditrisiken gesteigert.

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Allerdings schmälerte der Zahlungsausfall eines US-Kunden im Prime-Brokerage-Geschäft, womit der US-Hedgefonds Archegos gemeint ist, den Gewinn spürbar. Die Erwartungen der Analysten übertraf die Schweizer Bank.

Der Nettogewinn kletterte auf 1,82 Milliarden US-Dollar von 1,6 Milliarden im Vorjahreszeitraum. Analysten hatten in einem von der Bank selbst veröffentlichten Konsens mit einem Nettogewinn von 1,6 Milliarden gerechnet. Das Ergebnis je Aktie betrug 49 Cent. Der Zahlungsausfall von Archegos sorgte für eine Gewinnbelastung von 434 Millionen Dollar.

Der Zusammenbruch des Hedgefonds Archegos hatte dem heimischen Rivalen Credit Suisse milliardenschwere Verluste beschert.

In der Risikovorsorge konnte die UBS eine Auflösung von 28 Millionen Dollar vornehmen, nachdem sie im Vorjahr noch 268 Millionen Dollar wegen ausfallgefährdeter Kredite zurückgestellt hatte. Vor Steuern verdiente die Bank 2,3 Milliarden Dollar und damit 14 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

Die Einnahmen steigerte die Bank auf 8,7 Milliarden Dollar von 7,9 Milliarden im Vorjahreszeitraum. Hier hatte die Analystenprognose auf 8,4 Milliarden gelautet.

UBS will eine Milliarde Dollar einsparen

Der neue UBS-Konzernchef Ralph Hamers hat sich bis 2023 Einsparungen von brutto rund einer Milliarde Dollar vorgenommen.

Die Schweizer Großbank wolle unter anderem Prozesse straffen und auch Stellen an günstigere Standorte verschieben. Wieviel Jobs gestrichen würde, konnte ein Firmensprecher am Dienstag nicht sagen. Das eingesparte Geld solle in Wachstumsprojekte investiert werden. Dazu gehöre die Informatik. Im Verlauf des Jahres stelle Hamers zudem schrittweise weitere Elemente seiner Strategie vor. Mit den Jahreszahlen 2021 wolle das Institut auch überarbeitete Finanzziele vorlegen.

An der Schweizer Börse gerät die UBS-Aktie am Dienstag unter Druck und verliert zeitweise 2,55 Prozent auf 13,76 Franken.

Dow Jones Newswires / Reuters

Bildquellen: 360b / Shutterstock.com

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