Türkei setzt auf Drohnentechnologie im Kampf gegen Waldbrände


IZMIR (dpa-AFX) - Die Türkei setzt bei der Bekämpfung von Waldbränden verstärkt auf Drohnentechnologie. Im vergangenen Jahr habe die Türkei europaweit den ersten Platz belegt beim Einsatz von Drohnen zur frühzeitigen Erkennung und Bekämpfung von Feuern, erklärte die Generaldirektion für Forstwirtschaft.

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Die Stadtverwaltung von Izmir hat seit diesem Jahr Drohnen der chinesischen Firma DJI im Dienst, wie die Zeitung "Cumhuriyet" berichtete. Deren integrierte Wärmebildkamera könne die heißesten Stellen eines Brandes selbst in dichtem Rauch lokalisieren. Die aufgenommenen Bilder und Koordinaten werden in Echtzeit an die Einsatzzentrale übertragen, die dann die Löschfahrzeuge zum Einsatz schickt.

Der Leiter der Abteilung für Brandbekämpfung der Feuerwehr in Izmir erklärte der Zeitung: "Dank der Drohne können wir schneller, effektiver und sicherer auf Brände reagieren." Sind durch einen Waldbrand Wohngebiete gefährdet, könne man anhand der Drohnenbilder die Ausbreitungsrichtung des Feuers und die Zeit bis zum Erreichen der Wohngebiete vorhersagen. "Unsere Einsatzkräfte können wir entsprechend entsenden, um Evakuierungs- und Rettungsmaßnahmen zu beschleunigen", erklärte er.

Die Stadt Adana ist sogar einen Schritt weiter: Das Forstsamt habe eine Drohne so modifiziert, dass sie aktiv bei Löscharbeiten eingesetzt werden könne, erklärte der stellvertretende Forstwirtschaftsminister Abdulkadir Polat. Auch Schutzausrüstung und Erste-Hilfe-Materialien könne die Drohne in unwegsames Gelände transportieren. So könne die Arbeitssicherheit der Feuerwehrleute erhöht und mögliche Todesfälle verhindert werden.

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Die Türkei investiert seit 2016 verstärkt in ihre nationale Drohnentechnologie, das Unternehmen Baykar ist hierbei federführend. Der technische Leiter ist ein Schwiegersohn des Präsidenten Recep Tayyip Erdogan. Die Kampfdrohne Bayraktar TB2 wurde im Kampf gegen die verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK im Südosten der Türkei verwendet und unter anderem auch in die Ukraine exportiert./shu/DP/zb

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