Gewinn- und Prognose-Sprung lässt Twilio-Aktie kräftig zulegen
Twilios Umsatz, Gewinn und freier Cashflow übertreffen die Erwartungen deutlich, die Aktie reagiert kräftig.
Werte in diesem Artikel
- Gewinn und Umsatz übertreffen die Analystenerwartungen deutlich
- Freier Cashflow klettert im abgelaufenen Quartal auf ein Rekordniveau
- Optimistischer Ausblick verspricht weiteres Umsatzwachstum für das laufende Quartal
Twilio hat am Donnerstag nach US-Börsenschluss starke Zahlen für das zweite Quartal 2026 vorgelegt. Sowohl beim Gewinn als auch beim Umsatz übertraf der Spezialist für Kommunikationssoftware die Erwartungen des Marktes. Gleichzeitig blickt das Unternehmen zuversichtlich auf das laufende Quartal.
Umsatz und Gewinn schlagen den Konsens
Der Umsatz von Twilio kletterte im zweiten Quartal 2026 auf 1,50 Milliarden US-Dollar. Das entspricht einem Plus von 22 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum; organisch lag das Wachstum bei 17 Prozent. Auch beim bereinigten Gewinn je Aktie überzeugte das Unternehmen mit 1,47 US-Dollar. Die Analysten hatten im Vorfeld im Schnitt lediglich mit 1,32 US-Dollar je Aktie sowie einem Umsatz von 1,43 Milliarden US-Dollar gerechnet. Zum Vergleich: Im Vorjahresquartal schlugen noch 1,19 US-Dollar je Aktie und 1,23 Milliarden US-Dollar Umsatz zu Buche.
Der GAAP-Bruttogewinn stieg um 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 725,90 Millionen US-Dollar, während der Non-GAAP-Bruttogewinn um 18 Prozent auf 735,70 Millionen US-Dollar zulegte. Das operative Ergebnis nach GAAP kletterte trotz einer Belastung von 32,80 Millionen US-Dollar (Wertminderung auf aktive Rechnungsabgrenzungsposten) um 129 Prozent auf 84,50 Millionen US-Dollar. Das Non-GAAP-Betriebsergebnis verbesserte sich um 29 Prozent auf 284,60 Millionen US-Dollar. Das verwässerte GAAP-Ergebnis je Aktie belief sich auf 6,68 US-Dollar. Darin ist ein einmaliger, nicht zahlungswirksamer Steuervorteil von 5,91 US-Dollar je Aktie enthalten, der aus der Auflösung einer Wertberichtigung auf latente US-Steueransprüche stammt.
Neuer Rekord beim Cashflow und laufende Aktienrückkäufe
Beim freien Cashflow verzeichnete Twilio mit 352,60 Millionen US-Dollar einen neuen Rekordwert, während der operative Cashflow 372,40 Millionen US-Dollar erreichte. Ein starkes Signal für die Kundentreue lieferte die Dollar-Based Net Expansion Rate: Sie stieg von 108 Prozent im Vorjahresquartal auf 116 Prozent - ein klares Zeichen dafür, dass Bestandskunden ihre Ausgaben bei Twilio aufstocken. Zum 30. Juni 2026 zählte das Unternehmen 5.492 Mitarbeiter.
Parallel dazu setzt Twilio seine Aktienrückkäufe fort. Im zweiten Quartal kaufte der Konzern eigene Papiere im Wert von 66,00 Millionen US-Dollar zurück. Damit wurden aus dem im Januar 2025 gestarteten Rückkaufprogramm über 2,00 Milliarden US-Dollar bisher insgesamt rund 1,20 Milliarden US-Dollar genutzt. Bis zum Ende der Laufzeit im Jahr 2027 verbleiben somit noch 826,00 Millionen US-Dollar.
Zuversichtliche Prognose lässt die Twilio-Aktie steigen
Für das dritte Quartal 2026 peilt Twilio nun einen Umsatz zwischen 1,505 und 1,515 Milliarden US-Dollar an. Das entspricht einem berichteten Wachstum von 16 bis 16,5 Prozent (organisch: 11 bis 12 Prozent). Das operative Ergebnis auf Non-GAAP-Basis soll voraussichtlich zwischen 285 und 295 Millionen US-Dollar liegen.
Zudem hob das Management die Ziele für das gesamte Geschäftsjahr 2026 an. Das ausgewiesene Umsatzwachstum soll nun bei 18 bis 18,5 Prozent liegen (organisch: 13 bis 13,5 Prozent). Für das operative Ergebnis (Non-GAAP) sowie den freien Cashflow rechnet das Unternehmen jetzt mit Werten in einer Spanne von 1,135 bis 1,155 Milliarden US-Dollar.
Die Anleger reagieren begeistert auf den optimistischen Ausblick: Im Handel am Freitag an der NYSE springt die Twilio-Aktie zeitweise um 28,4 Prozent auf 248,07 US-Dollar nach oben.
Claudia Stephan, Evelyn Schmal, Redaktion finanzen.net
Dieser Text dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageempfehlung dar. Die finanzen.net GmbH schließt jegliche Regressansprüche aus.
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| 13.02.19 | Twilio A Buy | Monness, Crespi, Hardt & Co. | |
| 07.11.18 | Twilio A Buy | Monness, Crespi, Hardt & Co. |
