Umsätze des deutschen Einzelhandels enttäuschen im September
Von Andreas Plecko
WIESBADEN (Dow Jones)--Die Umsätze im deutschen Einzelhandel sind im September stärker gefallen als erwartet. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) auf Basis vorläufiger Daten mitteilte, sanken die Umsätze nach Abzug der Inflation um 2,2 Prozent gegenüber dem Vormonat. Von Dow Jones Newswires befragte Ökonomen hatten nur einen Rückgang um 0,8 Prozent prognostiziert. Für August wurde der monatliche Anstieg um 1,8 Prozent bestätigt.
Auf Jahressicht stiegen die Umsätze im September preisbereinigt um 6,5 Prozent, wobei der September in diesem Jahr einen Verkaufstag mehr hatte als der September des Vorjahres. Im Vergleich zum Februar, dem Monat vor Ausbruch der Corona-Pandemie in Deutschland, lag der Umsatz im September kalender- und saisonbereinigt real 2,8 Prozent höher.
Der Einzelhandel macht rund 25 Prozent des privaten Konsums in Deutschland aus. Die Daten zum Einzelhandel unterliegen sehr häufig größeren Revisionen. Der Einzelhandel mit Lebensmitteln, Getränken und Tabakwaren setzte im September real 6,8 Prozent um als im Vorjahresmonat. Dabei lag der Umsatz bei den Supermärkten, SB-Warenhäusern und Verbrauchermärkten um 7,0 Prozent höher.
Im Einzelhandel mit Nicht-Lebensmitteln stiegen die Umsätze im September im Jahresvergleich real um 6,5 Prozent. Das größte Umsatzplus mit 21,2 Prozent erzielte der Internet- und Versandhandel.
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October 30, 2020 03:12 ET (07:12 GMT)