Umweltbundesamt: Was Städte gegen Hitze tun können


DESSAU-ROSSLAU (dpa-AFX) - Die Städte in Deutschland können laut Umweltbundesamt (UBA) einiges tun gegen Hitze. "Hitzeschutz in Städten muss zur Daueraufgabe werden. Wir brauchen Hitzeaktionspläne, die Zuständigkeiten und den Schutz besonders gefährdeter Gruppen regeln", sagte UBA-Präsident Dirk Messner der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. "Mit mehr Stadtbäumen, zusätzlicher Verschattung und der Entsiegelung von Flächen können wir die Temperaturen in den Städten aktiv senken und die Bildung von Hitzeinseln reduzieren."

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Vieles lasse sich sofort umsetzen, betonte Messner. "Kommunen können Trinkwasser bereitstellen, kühle Orte aktiv ausweisen und Bibliotheken oder Kultureinrichtungen als Rückzugsorte öffnen." Besonders wirksam seien Maßnahmen, die helfen, Regenwasser zurückzuhalten und es langsam wieder abzugeben, also zum Beispiel Dach- und Fassadenbegrünung, entsiegelte Flächen, künstliche Gewässer und Zisternen.

Messner wies auf die im Verlauf der vergangenen Jahrzehnte zunehmende Hitze hin. "Die Zahl der heißen Tage mit mindestens 30 Grad Celsius hat sich seit 1951 mehr als verdreifacht. Von durchschnittlich rund drei Tagen auf derzeit etwa zehn Tage pro Jahr. Im Jahr 2025 waren es sogar etwa elf." Der Trend beschleunige sich sogar: Die zehn Jahre mit den meisten heißen Tagen lägen alle im Zeitraum nach 1994. "Die aktuelle Hitzewelle zeigt erneut, dass wir beim Klimaschutz nicht nachlassen dürfen, um die menschliche Gesundheit zu schützen."/hrz/DP/zb

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