UN-Gremium senkt Weltwirtschaftsprognose auf 2,6 Prozent


GENF (dpa-AFX) - Der Krieg in der Ukraine und auslaufende Corona-Hilfen werden das Wachstum der Weltwirtschaft laut einer UN-Prognose deutlich dämpfen. Die UN-Konferenz für Handel und Entwicklung (Unctad) veröffentlichte am Donnerstag in Genf eine neue Prognose, wonach das globale Wachstum dieses Jahr nur 2,6 Prozent statt der zuvor angenommenen 3,6 Prozent betragen wird. Russland stehe eine tiefe Rezession bevor. Teile Westeuropas und Asiens hätten eine deutliche wirtschaftliche Verlangsamung zu erwarten, hieß es.

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Die Unctad befürchtet Konsequenzen für ärmere Regionen. "Viele Entwicklungsländer hatten schon Probleme, nach der Corona-Rezession wieder wirtschaftlich Fuß zu fassen. Nun kommt durch den Krieg weiterer Gegenwind dazu", sagte Unctad-Generalsekretärin Rebeca Grynspan. Ihre Organisation warnte vor einer Negativspirale aus Zahlungsunfähigkeit, Rezession und Entwicklungs-Stillstand.

Durch den russischen Angriff auf die Ukraine und seien nicht nur Energie- und Rohstoffpreise in die Höhe geschnellt, hieß es in der Analyse der Unctad. Außerdem würden Investoren Kapital aus Entwicklungsländern abziehen und in vermeintlich sicherere Anlagen umleiten.

Die Unctad kritisierte auch das aus ihrer Sicht verfrühte Auslaufen von staatlichen Corona-Hilfsmaßnahmen in reichen Ländern. Dies führe zu schwächerer Nachfrage, weniger Wachstum und geringeren Investitionen auf der ganzen Welt.

/al/DP/mis

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