Union Investment mahnt Uniper wegen Kohleverstromung
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BERLIN (Dow Jones)--Die Frankfurter Investmentgesellschaft Union Investment hat die Uniper SE zu stärkeren Bemühungen beim Kohle-Ausstieg ermahnt. "Wir sehen bei Uniper Verbesserungsmöglichkeiten in der Überwachung der Kohlelieferkette sowie in der Umsetzung klar definierter Dekarbonisierungsziele", erklärte Thomas Deser, Senior Portfoliomanager, anlässlich der virtuellen Hauptversammlung des Düsseldorfer Versorgers am morgigen Mittwoch. "Nur so kann Uniper seine Kunden in Zukunft nachfragegerecht dabei unterstützen, deren eigenes CO2-Profil zu verbessern." Dreser hatte seine Rede bereits vorab veröffentlicht.
Union Investment werde die Finanzierung der Kohleverstromung sukzessive beenden, erklärte Deser. Im ersten Schritt will das Unternehmen dazu Stromversorger ausschließen, die mehr als 25 Prozent ihrer Energie mittels thermaler Kohle erzeugen und keine glaubwürdige Klimastrategie vorweisen. Diesen Grenzwert werde Union Investment bis 2035 sukzessive auf null herabsenken, um bis 2050 Klimaneutralität erreichen zu können.
Uniper will in Europa bis 2035 aus der Kohle aussteigen, plant aber gleichzeitig noch bis zum Frühsommer, das umstrittene Steinkohlekraftwerk Datteln 4 zu eröffnen. Die Anlage soll nach dem Wunsch des Versorgers bis 2035 oder bis 2038 - dem endgültigen Datum des deutschen Kohleausstiegs - laufen. Unberührt davon ist das Braunkohle-Geschäft bei der russischen Tochter Unipro.
Kontakt zur Autorin: petra.sorge@wsj.com
DJG/pso/sha
(END) Dow Jones Newswires
May 19, 2020 07:02 ET (11:02 GMT)
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