US-Arbeitsmarkt überrascht im April mit starkem Jobplus

08.05.26 14:38 Uhr

Von Andreas Plecko

DOW JONES--Das US-Jobwachstum hat im April die Erwartungen übertroffen. Wie das US-Arbeitsministerium berichtete, entstanden in der Privatwirtschaft und beim Staat 115.000 zusätzliche Stellen. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten nur einen Zuwachs um 55.000 erwartet. Die Angaben für die beiden Vormonate wurden kumuliert um 16.000 Jobs nach unten revidiert: Das Ministerium meldete für März nun ein Stellenplus von 185.000 (vorläufig: 178.000) und für Februar ein Stellenminus von 156.000 (vorläufig: 133.000).

Die separat erhobene Arbeitslosenquote stagnierte im April bei 4,3 Prozent. Ökonomen hatten eine stabile Quote erwartet. Für diese Statistik werden private Haushalte befragt, für die Beschäftigtenzahl hingegen Unternehmen und Behörden.

Der massive Einsatz von Künstlicher Intelligenz steigert zwar die Produktivität in Branchen wie Technik und Logistik, führt jedoch gleichzeitig zu einem deutlichen Abbau von Arbeitsplätzen in Routinebereichen. Parallel dazu belasten die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten die Weltwirtschaft durch anhaltend hohe Energiepreise und eine hartnäckige Inflation.

Diese Faktoren bringen die Federal Reserve in ein schwieriges Dilemma, da sie zwischen der notwendigen Unterstützung des Wachstums und der Bekämpfung der Teuerung abwägen muss. Während ein schwacher Arbeitsmarkt für Zinssenkungen spricht, schränken steigende Löhne und Energiekosten den geldpolitischen Spielraum massiv ein.

Die sogenannte Erwerbsquote - also der Anteil der Erwerbspersonen an der Gesamtheit der Bevölkerung im arbeitsfähigen Alter - sank von 61,9 auf 61,8 Prozent.

Die US-Stundenlöhne stiegen gegenüber dem Vormonat um 0,2 Prozent auf 37,41 Dollar. Im Jahresvergleich lagen die Löhne um 3,8 (3,5) Prozent höher. Ökonomen hatten ein monatliches Plus von 0,3 Prozent und eine Jahresrate von 3,8 Prozent erwartet.

Kontakt zum Autor: konjunktur.de@dowjones.com

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May 08, 2026 08:38 ET (12:38 GMT)