US-Gesandter ruft Nordkorea erneut zu Gesprächen im Atomstreit auf


WASHINGTON (dpa-AFX) - Im Atomstreit mit Nordkorea hat die US-Regierung die Führung in Pjöngjang einmal mehr zu diplomatischen Gesprächen aufgerufen. Der US-Sonderbeauftragte für Nordkorea, Sung Kim, sagte am Mittwoch in Washington, die Vereinigten Staaten seien weiter bereit, ohne Vorbedingungen mit Vertretern Nordkoreas zu reden. "Der einzige gangbare Weg ist die Diplomatie", mahnte er.

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Die US-Regierung habe öffentlich und auf direktem Weg diverse Einladungen zu Gesprächen an Nordkorea ausgesprochen. "Wir haben keinerlei Antwort von Pjöngjang erhalten, was sehr enttäuschend ist", beklagte Sung Kim. Er hoffe weiter, dass die Führung Nordkoreas positiv reagieren werde. "Wir haben die Tür zur Diplomatie nicht geschlossen." Nordkoreas jüngste Raketentests verurteilte er erneut und bezeichnete diese als Bedrohung und als Bruch mit UN-Resolutionen.

Nordkorea hatte zuletzt seine Nachbarländer wie auch die USA mit dem neuen Test einer Interkontinentalrakete alarmiert. UN-Resolutionen verbieten dem isolierten Land Tests von Raketen jeglichen Typs, die einen Atomsprengkopf tragen können.

Die Gespräche der USA mit Nordkorea über sein Atomwaffenprogramm kommen seit mehr als drei Jahren nicht mehr voran. Experten nehmen an, Pjöngjang könnte versuchen, mit seinen jüngsten Raketentests den Druck auf Washington zu erhöhen. Das Land hat in diesem Jahr bereits mehrere Raketentests unternommen.

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