VCI: Energiepreise führen zu Abkühlung im Chemiegeschäft


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FRANKFURT (Dow Jones)--Der starke Wachstumskurs der deutschen Chemiebranche hat sich im dritten Quartal nur noch abgeschwächt fortgesetzt. Knappheiten bei Rohstoffen und Logistik sowie stark steigende Energiepreise hätten zu Produktionsrückgängen in vielen Chemiesparten geführt, erklärte der Branchenverband VCI. Eine Besserung sei nicht in Sicht, sagte VCI-Präsident Christian Kullmann. "Diese Faktoren belasten die Wirtschaft und führen dazu, dass das Chemiegeschäft im kommenden Winter weiter abkühlen wird."

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Zuletzt habe die starke Nachfrage nach Impfstoffen für eine positive Entwicklung im Pharmabereich gesorgt, so dass die Produktion der Branche insgesamt bei sinkender Auslastung von Chemieanlagen gegenüber dem Vorquartal noch um 0,8 Prozent zugelegt habe, so der VCI. Wegen des Anstiegs der Erzeugerpreise um 2,9 Prozent kletterte auch der Branchenumsatz im Sommer gegenüber dem Frühjahr um 6,3 Prozent auf 55,3 Milliarden Euro. Viele Chemieunternehmen hätten zuletzt ihre Produktion wegen der gestiegenen Preise gedrosselt, schreibt der VCI: Die Auslastung ging verglichen mit dem Frühjahr um 3,6 Prozentpunkte auf 82,3 Prozent zurück.

Bei Gas- und Strompreisen sieht der Verband der Chemischen Industrie deshalb die neue Ampelkoalition gefordert. "Sie muss die Preissprünge zügig mit geeigneten Maßnahmen kompensieren", sagte Kullmann.

An der Produktionserwartung für das Gesamtjahr hält der VCI wie schon im Sommer fest. Im Jahresvergleich soll die Gesamterzeugung um 4,5 Prozent steigen. Der Preisanstieg wird mit 8,5 Prozent um 2 Prozentpunkte höher als bisher erwartet, entsprechend dürfte der Jahresumsatz um 15,5 (bisher: 11,0 Prozent) auf 220 (bisher: über 200) Milliarden Euro zulegen.

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Kontakt zum Autor: olaf.ridder@wsj.com

DJG/rio/mgo

(END) Dow Jones Newswires

November 16, 2021 04:05 ET (09:05 GMT)

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