VDA lehnt staatliche Zwangsanordnung zur Corona-Produktion ab


BERLIN (Dow Jones)--Die deutschen Automobilbauer sehen staatliche Eingriffe in die Industrie zur Bekämpfung der Corona-Pandemie wie in den USA skeptisch. "Ich glaube, wir brauchen hier wirklich nicht über Zwangsverpflichtungen zu sprechen", sagte die Präsidentin des Verbands der Automobilindustrie (VDA), Hildegard Müller, im ARD-Morgenmagazin mit Blick auf die Anordnung von US-Präsident Donald Trump an den Autobauer General Motors, dringend benötigte Beatmungsgeräte zu produzieren. Sie kenne kein Unternehmen, das sich nicht Gedanken mache, wie es in der aktuellen Krise helfen könne.

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Die Automobilfirmen "wollen ihren Beitrag leisten" und seien hier auch bereits "flächendeckend unterwegs", beispielsweise mit 3D-Druckern. Die Umstellung der Maschinen sei aber komplex und könne nicht gesetzlich angeordnet werden, betonte Müller. Sie setze dennoch darauf, "dass wir das mit großer Unterstützung aus der Branche selber schaffen".

Auf die Frage, ob es zu einem breiten Abbau von Arbeitsplätzen in der Branche kommen werde, sagte die VDA-Präsidentin: "Natürlich sind die Unternehmen in breiter Sorge." Sie machten sich Sorgen um die Arbeitsplätze und die Zukunft. Dennoch wollten sich die Unternehmen "im Moment noch nicht beteiligen an Spekulationen", so die Autolobbyistin. Das Ziel müsse ein strukturierter Hochlauf sein, um möglichst viele Arbeitsplätze zu sichern.

Müller lobte erneut die beschlossenen Hilfspakete. Die Bundesregierung habe "schnell und gut gehandelt". Jetzt stelle sich die Frage, ob die Abwicklung des Bankensystems funktioniere und das Geld auch schnell ankomme.

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Kontakt zur Autorin: petra.sorge@wsj.com

DJG/pso/mgo

(END) Dow Jones Newswires

March 30, 2020 02:58 ET (06:58 GMT)

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