Verbraucherpreise im Euroraum sinken auch im Dezember


Von Andreas Plecko

FRANKFURT (Dow Jones)--Die Verbraucherpreise im Euroraum sind auch im Dezember rückläufig gewesen. Im Jahresvergleich sanken die Verbraucherpreise um 0,3 Prozent. Die Statistikbehörde Eurostat bestätigte damit - wie von Volkswirten erwartet - ihre erste Schätzung vom 7. Januar. Damit ist die Teuerungsrate bereits den fünften Monat in Folge negativ. Ursache für die negativen Raten waren vor allem die schwere Rezession und die niedrigen Energiepreise.

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Negative Inflationsraten sind in der Regel ein Alarmsignal für Währungshüter. Die Europäische Zentralbank (EZB) strebt mittelfristig eine jährliche Inflationsrate von knapp 2 Prozent an, verfehlt dieses Ziel aber schon seit Jahren. Volkswirte erwarten jedoch, dass die Zeit der negativen Inflation bald vorbei sein wird.

Die sogenannte Kernteuerung, die besonders volatile Preise außen vor lässt, blieb im Dezember stabil auf einem niedrigen Niveau. Die Kernrate (ohne die Preise von Energie, Nahrungsmitteln, Alkohol und Tabak) verharrte bei 0,2 Prozent. Die Kernrate gilt unter Ökonomen als Richtgröße für den Inflationstrend.

Binnen Monatsfrist stiegen die Verbraucherpreise im Dezember sowohl in der Gesamtrate als auch in der Kernrate - in der Gesamtrate um 0,3 Prozent, in der Kernrate betrug die Steigerung 0,4 Prozent. Die vorläufigen Daten wurden damit - wie von Volkswirten erwartet - bestätigt.

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DJG/apo/uxd

(END) Dow Jones Newswires

January 20, 2021 05:00 ET (10:00 GMT)

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