Verkäufe mobiler Klimaanlagen mehr als verdoppelt


FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Hitzewelle treibt die Nachfrage nach mobilen Klimageräten. Im ersten Halbjahr wurden nach Angaben des Marktforschers NIQ in Deutschland rund 387.100 verkauft. Das waren 219.000 Geräte und 130 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

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Im Mai wurden rund 79.700 Geräte gekauft, etwa 56.100 mehr als im Vorjahresmonat (plus 238 Prozent). Im Juni stieg die Zahl der verkauften Geräte um 159.100 auf rund 290.200 (plus 121 Prozent). Laut NIQ handelt es sich - sowohl für Juni als auch im ersten Halbjahr - um die höchsten Werte seit Anfang 2023. Ältere Daten liegen dem Unternehmen nicht vor.

In den Zahlen enthalten sind sowohl mobile Klimageräte, bei denen warme Luft über einen Abluftschlauch nach draußen geleitet wird, als auch tragbare Split-Anlagen, die über eine Innen- und eine Außeneinheit verfügen. Klassische, fest installierte Split-Klimaanlagen waren nicht Teil der Auswertung. Im Juni 2026 kosteten die erfassten Geräte laut NIQ im Schnitt rund 354 Euro, ein Jahr zuvor waren es 342 Euro.

Vor- und Nachteile mobiler Geräte

Mobile Klimageräte haben laut Julia Kalkowski, Expertin für technische Konsumgüter bei NIQ, mehrere Vorzüge. Sie seien schnell verfügbar und eine feste Installation sei nicht erforderlich. Dazu seien die Einstiegskosten gering. Nachteile gebe es bei Effizienz und Komfort.

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Die meist leistungsstärkeren mobilen Split-Geräte gewinnen Kalkowski zufolge an Bedeutung. Darauf entfielen im ersten Halbjahr 16,5 Prozent des Absatzes. Mobile Split-Geräte müssen - anders als fest installierte Anlagen - nicht von Fachbetrieben montiert werden, weil keine kältemittelführenden Leitungen verbunden werden müssen.

Eine Umfrage der dpa unter mehreren Handelsketten hatte kürzlich ergeben, dass mobile Klimageräte infolge der hohen Nachfrage vielerorts vergriffen sind./cr/DP/zb

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