Versicherer: Corona könnte Zahl der Einbrüche auf Allzeittief drücken
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BERLIN (dpa-AFX) - Die Zahl der Wohnungseinbrüche in Deutschland könnte nach Beobachtung der Versicherungsbranche wegen der Corona-Pandemie auf ein Allzeittief sinken. "Die Entwicklung des ersten Halbjahrs deutet darauf hin, dass wir die niedrigsten Einbruchzahlen seit Beginn unserer Statistik 1981 sehen werden", teilte Jörg Asmussen, Geschäftsführer des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), der Deutschen Presse-Agentur mit.
"Hauptgrund dürfte Corona sein", erklärte er. Viele Menschen seien wegen Homeoffice oder Kurzarbeit zu Hause gewesen und hätten ihren Urlaub daheim verbracht. Zugleich schränkte Asmussen ein: "Allerdings steht die Hochsaison der Einbrecher mit der dunklen Jahreszeit noch bevor. Wer sich noch nicht mit guter Sicherheitstechnik schützt, sollte es jetzt tun." Nahezu jeder zweite Einbruchversuch scheitere, weil Täter nicht schnell genug in die Wohnung gelangten.
Die Zahl der versuchten und vollendeten Wohnungseinbrüche war in den Jahren 2008 bis 2015 kontinuierlich nach oben gegangen und hatte ein besorgniserregendes Niveau erreicht. Der Höhepunkt lag schließlich bei insgesamt 167 136 in der Kriminalstatistik registrierten Fällen. Im Jahr 2016 gab es dann erstmals wieder einen Rückgang, der sich danach fortsetzte.
Für 2019 erfasste die Kriminalstatistik bundesweit noch 87 145 Delikte dieser Art. Die Versicherer zählten für dasselbe Jahr 95 000 Wohnungseinbrüche und Schäden von rund 300 Millionen Euro./kie/DP/zb
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