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Munich-Re-CEO: Werden Folgen der Krise gut verkraften - Aktie freundlich


Munich-Re-CEO: Werden Folgen der Krise gut verkraften - Aktie freundlich

Die Munich Re wird nach Aussage ihres Vorstandsvorsitzenden Joachim Wenning gut durch die Krise kommen.

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"Die voraussichtlichen kurz- und längerfristigen Kosten der Pandemie sind erheblich", sagte Wenning bei der virtuellen Hauptversammlung des Rückversicherungskonzerns laut Redetext. "Sie werden für Munich Re aber wirtschaftlich gut verkraftbar bleiben."

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Die Munich Re hatte ihr Gewinnziel für das laufende Jahr wegen einer hohen Belastung aus Schäden im Zusammenhang mit der Corona-Krise bereits Ende März gekappt. Sie hatte zuvor mit 2,8 Milliarden Euro Gewinn gerechnet. So machen sich vor allem Ausfälle und Verschiebungen von Großveranstaltungen wie der Olympischen Spiele in Tokio bemerkbar. Außerdem belastet das schwache Kapitalmarktumfeld den DAX-Konzern.

Wenning geht davon aus, dass die Großschadenserwartungen im laufenden Jahr übertroffen werden, auch durch zusätzliche Schäden etwa aus Naturkatastrophen, die nichts mit Corona zu tun haben.

Neben der Rücknahme des Ausblicks hat die Munich Re das Aktienrückkaufprogramm ausgesetzt. An der erhöhten Dividende von 9,80 Euro je Aktie hält der Konzern nach Rücksprache mit der Finanzaufsicht Bafin aber fest, der Vorschlag steht bei der Hauptversammlung zur Abstimmung. "Angesichts unserer starken Kapitalisierung können wir uns diese Dividende gut leisten", sagte Wenning.

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Die Zahlen zum ersten Quartal wird Munich Re kommende Woche Donnerstag vorlegen.

Munich-Re-CEO warnt vor Diskussion um Betriebsunterbrechung

Die Diskussion, ob Versicherungen gegen Betriebsunterbrechungen Pandemien einschließen oder nicht, ist dem Chef des Rückversicherers Munich Re ein Dorn im Auge. "Wir erleben derzeit weltweit, auch in Europa, eine anhaltende Diskussion zur Frage, ob Versicherer für pandemiebedingte Kosten von Unternehmen und Privatpersonen haften müssen, auch wenn sie dies in den Policen explizit oder implizit ausgeschlossen haben", sagte Wenning auf der virtuellen Hauptversammlung des DAX-Konzerns. "Dabei ist der (weitgehende) Ausschluss von systemischen Risiken wie Pandemien geradezu ein Gebot verantwortungsbewusster Risikopolitik."

Denn damit werde sichergestellt, dass die Versicherungen den Kunden auch in Zukunft ihre versprochenen Leistungen bieten können, ohne dass sie sich dabei finanziell überheben.

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Er warnte die Politik vor Eingriffen. Ein "retroaktiver Eingriff in Verträge ist mit rechtsstaatlichen Prinzipien unvereinbar", sagte Wenning. "Er würde das Fundament von Versicherung und damit den Fortschritts- und Wachstumsnutzen schwer beschädigen."

Die Aktie der Munich Re zeigt sich am Mittwoch freundlich und gewinnt auf XETRA zeitweise 0,8 Prozent auf 213,70 Euro hinzu.

DJG/mgo

FRANKFURT (Dow Jones)

Bildquellen: photobyphm / Shutterstock.com

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