VIRUS: IWF gewährt Ghana und Senegal Notkredite wegen Corona-Krise


WASHINGTON (dpa-AFX) - Der Internationale Währungsfonds (IWF) unterstützt die westafrikanischen Staaten Ghana und Senegal mit Notkrediten, um die wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Epidemie abzufedern. Ghana soll demnach einen Kredit von einer Milliarde US-Dollar (rund 900 Millionen Euro) bekommen, Senegal etwa 440 Millionen Dollar, wie der IWF am Montagabend (Ortszeit) erklärte. In beiden Staaten leide die Wirtschaft unter den Folgen der globalen Corona-Pandemie, weswegen auch die Regierungen finanziell unter Druck stünden und zusätzliche Liquidität bräuchten, erklärte der IWF.

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Dutzende Entwicklungs- und Schwellenländer haben wegen der Corona-Krise bereits beim IWF Notkredite beantragt. In Afrika hat die in Washington ansässige Organisation unter anderem bereits Madagaskar, Togo, Gabun und Ruanda Kredite zugesagt. Auch das ölreiche Nigeria hat beim IWF ein Kreditgesuch eingereicht. In Nordafrika wiederum hat Tunesien bereits einen Kredit erhalten.

In den betroffenen Ländern gibt es bislang - im Vergleich zu Europa oder den USA - nur wenige bestätigte Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus Sars-CoV-2. Die Regierungen haben allerdings weniger Spielraum, um die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie zu stemmen. Seit Beginn der Krise haben sich viele Investoren zudem aus Schwellenländern zurückgezogen, was die Kreditaufnahme erschwert.

Der IWF veröffentlicht am Dienstag eine neue Konjunkturprognose. IWF-Chefin Kristalina Georgiewa zufolge wird die Weltwirtschaft in diesem Jahr wegen der Corona-Krise eine schwere Rezession erleben./jbz/DP/zb

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