Volkswagen streicht die Hälfte seiner Modelle - bedeckt zu Einschnitten
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DOW JONES--Volkswagen will sich mit einem Maßnahmenpaket bis 2030 "robuster, effizienter und wettbewerbsfähiger" aufstellen. Wie der Wolfsburger Autokonzern am Donnerstagabend nach einer Aufsichtsratssitzung mitteilte, soll die Modellpalette um bis zu 50 Prozent reduziert und "auf die attraktivsten Marktsegmente konzentriert" werden. Die Produktionskapazitäten sollen von derzeit 10 Millionen auf 9 Millionen Fahrzeuge pro Jahr angepasst werden, so will der DAX-Konzern auf die veränderte globale Marktlage und den massiv gewachsenen Wettbewerb reagieren. Zu den konkreten Schritten äußerte sich Volkswagen ebenso wenig, wie zu möglichen Werksschließungen und einem Stellenabbau, über die mehrere Medien im Vorfeld berichtet hatten. Demnach stehen bis zu 120.000 Jobs und vier deutsche Werke auf der Kippe, vor mehreren Standorten fanden am Donnerstag Mitarbeiter-Kundgebungen statt. Laut Medienberichten hat der Konzernbetriebsrat Blume aufgefordert, sich bis Freitag den Beschäftigten gegenüber konkret zu den Kürzungsplänen zu äußern.
Der Vorstand habe dem Aufsichtsrat in der Sitzung ein umfangreiches Maßnahmenpaket mit zwölf Initiativen sowie das "Zielbild 2030" vorgestellt. Die Umsetzung der ersten Maßnahmen habe der Vorstand bereits gestartet, teilte Volkswagen mit.
Des Weiteren sollen konzernweite Synergien gehoben werden, Parallelstrukturen abgebaut und zentrale Technologiefelder harmonisiert werden. Das Beteiligungs- und Investitionsportfolio soll auf "strategischen Beitrag und Rendite fokussiert" werden, der Konzern will sich auf sein "automobiles Kerngeschäft" konzentrieren.
"Wir machen den Volkswagen Konzern schneller, robuster und wettbewerbsfähiger: durch weniger Komplexität, fokussierte Technologien, eine noch stärkere Ausrichtung von Produkten, Entwicklung und Produktion in den regionalen Märkten, den Abbau von Überkapazitäten, ein gestrafftes Beteiligungsportfolio und deutlich schlankere Strukturen", sagte CEO Oliver Blume. "So schaffen wir die Voraussetzungen für nachhaltigen Erfolg - auch in einem zunehmend anspruchsvollen Umfeld."
Arno Antlitz, CFO und COO, sagte, die bisher vereinbarten Kostensenkungen reichten "im aktuellen wirtschaftlichen und geopolitischen Umfeld" nicht aus. "Wir müssen vielmehr unser Geschäftsmodell grundlegend neu ausrichten und strukturelle, nachhaltige Verbesserungen erzielen." Dazu gehöre, eine verbesserte Kostenstruktur der Fahrzeuge, eine deutliche Senkung der Gemeinkosten, Effizienzsteigerung in den Werken, sowie mehr Tempo bei Technologieentwicklung und Entscheidungsfindung. Insgesamt erfordere dies vom Konzern, erheblich weniger komplex zu werden - bei Produktportfolio und Technologieplattformen, Anzahl der Einheiten und Entscheidungsebenen.
"Diese Handlungsbedarfe werden in dem vorgelegten Zukunftsplan adressiert. Dabei kommt es entscheidend auf die rasche und konsequente Umsetzung an", sagte Antlitz.
Kontakt: unternehmen.de@dowjones.com
DJG/uxd/sha
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July 10, 2026 01:01 ET (05:01 GMT)
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