Wegen Projektverschiebungen

Siemens Gamesa-Aktie knickt ein: Siemens Gamesa kappt Umsatzprognose


Siemens Gamesa-Aktie knickt ein: Siemens Gamesa kappt Umsatzprognose

Der Windanlagenbauer Siemens Gamesa hat im zweiten Quartal eine bessere operative Entwicklung verzeichnet.

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Siemens Gamesa Renewable Energy SA wird wegen Projektverzögerungen und Auftragsverschiebungen vorsichtiger. Die Verschiebungen hingen auch mit der anhaltenden Corona-Pandemie in wichtigen Märkten wie Indien oder Brasilien zusammen, teilte das Unternehmen am Freitagabend in Zamudio mit. Das Management kappte daher das obere Ende seiner Umsatzprognose für das laufende Geschäftsjahr 2020/21 (per 30. September). Im zweiten Quartal lief es operativ indes besser.

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Nach Einschätzung der Analysten von Citigroup kam die Prognosesenkung von Gamesa überraschend. Dazu stimmten die trotz steigender Rohstoffkosten im Schnitt niedrigen Verkaufspreise für Windkraftanlagen an Land bedenklich. Zudem habe sich der Konzern noch etwas zurückgehalten mit Blick auf ein Erreichen der Gewinnschwelle im nächsten Jahr im Geschäft mit Windkraft an Land. Langfristig seien die Papiere aber attraktiv.

Siemens Gamesa erwartet nun einen Umsatzanstieg auf 10,2 bis 10,5 Milliarden Euro. Zuvor hatte der Windanlagenbauer im besten Fall 11,2 Milliarden Euro in Aussicht gestellt. Im Vorjahr hatte Siemens Gamesa rund 9,5 Milliarden Euro erzielt. Gestützt von Einsparungen aus dem laufenden Restrukturierungsprogramm geht das Unternehmen weiter von einer bereinigten operativen Marge (Ebit) von 3 bis 5 Prozent aus.

Im zweiten Quartal stiegen die Erlöse um 6 Prozent auf 2,3 Milliarden Euro, berichtete Siemens Gamesa. Dabei profitierte das Unternehmen von einem anhaltend guten Geschäft mit Windkraftanlagen auf See sowie mit Dienstleistungen wie der Wartung. Belastet wurde die Entwicklung dabei vom starken Euro. Währungsschwankungen herausgerechnet hätte das Wachstum 11 Prozent betragen. Der Auftragseingang wurde mit 5,5 Milliarden Euro mehr als verdoppelt.

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Im Vorjahr hatten die Aufträge massiv unter der aufsteigenden Corona-Krise gelitten, insbesondere im Geschäft mit Windanlagen an Land. Das Geschäft schwächelt bei Gamesa seit einiger Zeit und steht im Zentrum eines Umbauprogramms. Es konnte nun nach Rückgängen zum Jahresauftakt wieder mehr Aufträge einwerben. Unter anderem achtet Gamesa dort beim Neugeschäft auf die Profitabilität anstatt auf das Volumen, finanziell unattraktive Aufträge will der Konzern nicht mehr annehmen

Das bereinigte operative Ergebnis (Ebit) legte unter anderem dank Einsparungen von 33 auf 111 Millionen Euro zu und fiel damit besser aus als von Analysten erwartet. Die entsprechende Marge belief sich damit auf 4,8 Prozent. Unter dem Strich senkte der Konzern seine Verluste von 165 Millionen auf 66 Millionen Euro. Darin sind unter anderem Kosten für das laufende Restrukturierungsprogramm enthalten.

Konzernchef Andreas Nauen nannte die Ergebnisse des zweiten Quartals ermutigend. Er blieb jedoch vorsichtig - so belastete die Corona-Pandemie weiter das Geschäft in einigen Märkten. Zudem gebe es Gegenwind durch die steigenden Rohstoffpreise. Das Geschäft mit Windanlagen an Land bleibe in diesem Jahr im Zentrum der Restrukturierungsbemühungen. Die langfristigen Aussichten der Windbranche sieht er im Zusammenhang mit der laufenden Energiewende weiter positiv.

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Die Aktie reagiert am Montag mit Verlusten. Das Papier sank zwischenzeitlich auf ein Tief seit Ende März. Am frühen Abend beträgt das Minus in Madrid noch 3,42 Prozent auf 29,07 Euro. Im Sog von Gamesa verlor auch der Konkurrent Nordex deutlich.

/nas/he

ZAMUDIO (dpa-AFX)

Bildquellen: SOPA Images/Getty Images

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02.02.23 Siemens Gamesa Renewable Energy SA Hold Jefferies & Company Inc.
20.01.23 Siemens Gamesa Renewable Energy SA Hold Jefferies & Company Inc.
19.01.23 Siemens Gamesa Renewable Energy SA Neutral UBS AG
11.11.22 Siemens Gamesa Renewable Energy SA Hold Deutsche Bank AG
10.11.22 Siemens Gamesa Renewable Energy SA Neutral UBS AG

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