Wirtschaftsstimmung im Euroraum steigt im Februar spürbar
FRANKFURT (Dow Jones)--Die Wirtschaftsstimmung in der Eurozone hat sich im Februar stärker aufgehellt als erwartet. Die Hoffnung auf baldige Lockerungen und die laufende Impfkampagne dürften hinter diesem Anstieg stehen. Der von der Europäischen Kommission veröffentlichte Sammelindex zur Einschätzung der wirtschaftlichen Entwicklung stieg auf 93,4 Punkte von 91,5 im Vormonat. Volkswirte hatten nur mit einem geringfügigen Indexanstieg auf 91,6 Zähler gerechnet.
Der für die gesamte Europäische Union (EU) berechnete Indikator kletterte auf 93,1 Punkte von 91,2 im Vormonat. Der Sammelindex zur Wirtschaftsstimmung umfasst die Einschätzung von Industrie, Bauwirtschaft und Dienstleistungsgewerbe sowie das Verbrauchervertrauen und die Entwicklung des Einzelhandels.
Die Zuversicht der Industrie in der Eurozone stieg deutlich auf minus 3,3 Punkte von minus 6,1 im Vormonat. Ökonomen hatten lediglich einen Anstieg auf minus 5,4 erwartet. Beim Verbrauchervertrauen für den gemeinsamen Währungsraum wurde ein Anstieg auf minus 14,8 Punkte von minus 15,5 im Vormonat gemeldet. Das entsprach der ersten Veröffentlichung und auch den Prognosen von Volkswirten.
In der EU wurde der Anstieg des Indikators von einer Verbesserung des Vertrauens in der Industrie, im Dienstleistungssektor und bei den Verbrauchern getragen, während das Vertrauen im Einzelhandel leicht zurückging und im Baugewerbe weitgehend unverändert blieb.
In den größten EU-Volkswirtschaften stieg die Wirtschaftsstimmung deutlich in Polen (plus 4,7), Italien (plus 4,4), Deutschland (plus 3,0) und in einem geringeren Ausmaß in Frankreich (plus 0,9). Die Stimmung verschlechterte sich dagegen stark in Spanien (minus 3,2) und in den Niederlanden (minus 1,3).