Woidke warnt vor drastischen Folgen bei Lieferstopp von Gas und Öl


FRANKFURT (Oder)/Potsdam (dpa-AFX) - Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hat vor weitreichenden Folgen eines möglichen Lieferstopps von Gas und Öl aus Russland für ganz Deutschland gewarnt. "Wenn gelegentlich von drei Millionen zusätzlichen Arbeitslosen geschrieben wird, falls kein Gas und Erdöl mehr aus Russland geliefert wird, so halte ich das für eine Untertreibung", sagte Woidke in einem Interview der "Märkischen Oderzeitung" (Dienstag).

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Der Regierungschef zeichnete für diesen Fall ein düsteres Szenario für die Privathaushalte und für die Wirtschaft. "Wir müssen davon ausgehen, dass ein Lieferstopp sofort Auswirkungen auf jeden einzelnen Haushalt in Deutschland hätte", sagte er der Zeitung. Die Energiepreise würden "noch einmal drastisch steigen". Betroffen wären dann vor allem Menschen mit kleineren Einkommen sowie Rentnerinnen und Rentner. "Und wir müssten mit einem Zusammenbruch von Betrieben rechnen."

Deutschland und andere Länder schrecken aus Furcht vor wirtschaftlichen Schäden vor einem Importstopp für Öl und Gas aus Russland trotz des Krieges in der Ukraine zurück. Die Pipeline "Druschba" (Freundschaft) aus Russland, über die Deutschland nach Angaben der Raffinerie PCK in Schwedt (Oder) zu 25 Prozent mit Rohöl versorgt wird, endet in Brandenburg. Die Raffinerie wurde 2021 fast vollständig vom russischen Staatskonzern Rosneft übernommen - die Beteiligung wird vom Bundeswirtschaftsministerium überprüft.

/vr/DP/nas

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