WTO-Chefin: Decoupling im Welthandel könnte 5% des BIP kosten


Von Andrea Thomas

BERLIN (Dow Jones)--Die Chefin der Welthandelsorganisation (WTO) hat vor einem massiven Wirtschaftseinbruch durch ein Auseinanderbrechen des Welthandels in zwei Blöcke gewarnt. Ngozi Okonjo-Iweala sagte auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos, dass solch ein Decoupling auf lange Sicht zu einem Rückgang des globalen Bruttoinlandprodukts (BIP) um 5 Prozent führen könnte.

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"Das ist gewaltig. Das ist mehr als wir während der Finanzkrise verloren haben", sagte Okonjo-Iweala in einer Diskussionsrunde. In Schwellen- und Entwicklungsländern würde der Schaden mit rund 12 Prozent noch größer sein.

Gleichzeitig rief sie zu mehr Multilateralismus und diversifiziertem Handel auf. Dabei sei die Zukunft des Handels digital sowie grün und außerdem würden Dienstleistungen eine große Rolle spielen.

Man sollte nicht vergessen, dass Globalisierung eine Milliarden Menschen aus der Armut befreit habe. "Wir brauchen eine neue Form der Globalisierung", sagte Okonjo-Iweala. So müssten etwa die Lieferketten diversifiziert werden. Auch müsse man die Koordinierung auf multilaterale Ebene intensivieren.

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Für eine starke wirtschaftliche Erholung brauche es Handel, sagte sie. Man sollte hier nicht das Kind mit dem Bade ausschütten.

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